Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Der ganze HaufenMeine liebe Freundin Anja hat für mich Wachteleier ausgebrütet! Da sie selbst gerade Perlhühner im Brüter hatte und diese die gleiche Temperatur benötigen – da dachten wir: probieren wir es doch mal. Der Bruterfolg bei Wachteleiern ist nicht besonders hoch und meine Wachteln sind ja auch schon über ein Jahr alt. Und ich habe nur 2 Hähne auf 12 Hennen – das ist kein günstiges Verhältnis. Optimal ist wohl 1 Hahn pro 4 Hennen.

Aber was solls – Versuch macht kluch oder so…  Ich brachte ihr also 20 Wachteleier vorbei. Eigentlich rechneten wir beide so mit 6-8 Küken. Mit Glück. Tja – und nun habe ich 15 (!) Wachtelküken!

Eines der winzigen KükenGeschlüpft sind 16 – eines hat es leider nicht über den ersten Tag geschafft. Die 15 kleinen Hummeln sind nun 1 1/2  Tage alt und ich habe noch nie soooo winzige kleine Wusel gesehen. Heute habe ich sie abgeholt – sicher verpackt in einem abgedeckten Korb mit angewärmten Körnerkissen als Unterlage. Wachtelküken wollen ca. 40° C damit sie sich wohl fühlen. Nach ca. 40 Minuten Autofahrt ohne Rücksicht auf Geschwindigkeitsbegrenzungen waren wir dann daheim und die quirligen kleinen Kobolde zogen in ihr neues Heim (ein 120x80mm großer Meerschweinchenkäfig, bei dem ich die Gitter mit Pappe abgeklebt habe). Das war heute Nachmittag gegen 16.30 Uhr. Seitdem komme ich zu nix mehr. Abgesehen vom verträumten Anglotzen (die sind aber auch süüüüß) – war ich beschäftigt mit Lampe hoch – Lampe runter – Lampe hoch… Käfigteile zudecken – abdecken… bis ich endlich die perfekte Wohlfühlposition gefunden hatte.

Roten Untergrund mögen sie am liebstenIst es zu kalt – dann kriechen alle in die Mitte und versuchen sich zu „stapeln“. Ist es zu warm – dann bilden sie einen Kreis weiter weg von der Lampenmitte und fallen um. Watt für ein Stress. Nur wenn einige rumliegen – andere fressen und sie einigermaßen verteilt sind, dann ist die Wärme richtig.

Nun ist es geschafft – vorerst. Ich werde trotzdem immer wieder nachschauen und kontrollieren.

Zum Fressen bekommen sie Aufzuchtsfutter für Wachteln. Damit sie das Picken kapieren muss dieses auf einen einfarbigen Untergrund gestreut werden. Am liebsten mögen sie rot. Perfekt sind die roten Deckel von Tabakdosen.

Eierbecher als Tränke klappt superFür das Wasser muss der Untergrund bunt sein. Dann picken sie nach dem Muster und finden dadurch das Wasser. Auf einfarbigem Untergrund sehen sie es nicht. Und es muss seeeeeehr flach sein. Es sind schon Wachtelküken in 5mm „hohem“ Wasser ertrunken. Dafür kann man z.B. Deckel von Eis oder Margarine nehmen.

Ich habe nun meine bunten Eierbecher genommen – die scheinen mir ziemlich perfekt, denn die Wachteln haben sofort nach den Blümchen darin gepickt und dann getrunken. Nur die Mitte darf nicht mit Wasser gefüllt werden, da das zu hoch wäre.

Nach dem Fressen fallen sie manchmal einfach um und sehen wie tot aus - schlafen aber nur!Lustig sieht es aus wenn sie sich erholen. Zumindest wenn man es schon mal gesehen hat und weiß was los ist. Sie fallen dann nämlich um – strecken alles von sich und sehen aus wie tot. Das erste Mal habe ich echt einen riesigen Schrecken bekommen… aber nu isses irgendwie witzig.

Nun bin ich gespannt wie die kleinen sich entwickeln. Natürlich werde ich hier ständig berichten. Und auch noch versuchen Einzelfotos zu machen – ist bissel schwierig, weil sie so flink sind…

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