Der Blog aus dem Wald

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Ich bin in Sachen Vegan ja gerade richtig motiviert. Mit dem Fleisch ist das ja so eine Sache. Die meisten Menschen mögen gerne gebratenes Fleisch wegen des Geschmacks. Und nicht, weil dort ein totes Tier verarbeitet wurde. Wenn man also die gleiche Konsistenz, den gleichen Geschmack, den gleichen Geruch und auch noch das gleiche Aussehen auch ohne tote Tiere erreichen kann, dann ist das doch eine tolle Sache. Und genau das ist mir nun mit einem Hackbraten gelungen. Ich bin total begeistert!

Es ist nämlich nicht so, das Menschen, die vegan oder vegetarisch leben, den Geschmack eines leckeren Hackbraten nicht zu schätzen wissen. Nein – wir knabbern nicht den ganzen Tag an einer Möhre rum. Es darf gerne deftig schmecken. Muss nicht – nur weil kein Fleisch – gleich auch immer fettarm und gesund sein. Eigentlich will ich das gleiche essen, was mir auch mit Fleisch geschmeckt hat. Nur eben ohne, dass ein Tier dafür sterben muss. So einfach ist es.

Nun aber zum Hackbraten. Hier die Zutaten / das Rezeopt:

  • 200g Gluten / Seitanfix (z.B. das hier: http://amzn.to/1dJOofA)
  • 4 EL Semmelbrösel oder alternativ 2 Scheiben Weißbrot/Toast
  • 2 EL Sojasosse (Ich werde nächstes Mal nur 1,5 EL nehmen. Mag es weniger salzig)
  • 1 TL Steakgewürz
  • 1 TL Hefeextrakt oder 1,5 TL Hefeflocken (z.B. das hier: http://amzn.to/1dJOGTu)
  • 2 EL Knoblauchpulver
  • 2 TL Senf
  • 300ml Wasser
  • 100g Öl
  • 150g gehackte Zwiebeln

Das alles wird ordentlich vermengt, bis sich alles gut vermischt hat. Am einfachsten ist es, wenn man erst mal die Gewürze mit dem Wasser vermengt und dann erst Öl und Zwiebeln dazu gibt. Das ergibt einen schönen Klumpen Hackbratenbasis:

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Diesen Klumpen wickelt man erst in Backpapier ein. Dann noch einmal 2 Lagen Allufolie drum und anschließend in eine Auflauf- oder Backform:

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Das kommt dann für 200°C (Umluft) / 220° (Ober-/Unterhitze) für etwa 2 Stunden in den Backofen. Anschließend am besten noch mal eine Stunde ruhen lassen. Besser: Auskühlen lassen und dann über Nacht in den Kühlschrank. Seitangerichte reifen nach und schmecken nach zwei Tagen noch besser.

Und so sieht mein Ergebnis aus:

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Und er schmeckt soooo lecker!! Ich bin mir sicher: Wenn jemand nicht weiß, dass kein Fleisch drin ist, dann würde er nicht auf die Idee kommen, dass das ein veganer Hackbraten ist. Wie schon gesagt: Es soll aussehen, wie aus Fleisch – riechen, wie aus Fleisch – schmecken, wie aus Fleisch – aber: Es soll eben kein totes Tier drin sein.

Gar nicht so schwer. Und achja: Viel billiger ist es auch noch. Der Gesamtpreis der Zutaten liegt bei etwa 1,50 – 2,00 € für etwa 750g   :)

Seitan/Gluten: http://amzn.to/1dJOofA
Hefeextrakt: http://amzn.to/1dJOGTu

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Update: Habe mir gerade ein paar Scheibchen für mein Mittagessen angebraten. Hätte nicht gedacht, dass der Braten noch leckerer werden kann :dup:

Heute morgen dachte ich noch, dass 750g ja eine ganze Menge sind und ob ich das überhaupt alles auf bekommen. Nun mache ich mir darum überhaupt keine Sorgen mehr :haha:

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21 Gedanken zu “Veganer Hackbraten – boooaaah – watt lecker :)

  1. Interessant auch die Mengen. Ich nehme normal gleiche Menge an Seitan zu Wasser, hier wird ja mehr verwendet und noch Öl dazu gegeben.

  2. Geiles Rezept. Dachte immer Seiten geht nur wenn man es in Wasser kocht und danach in der Pfanne anbrät.
    Aber einfach alles mischen und ab in den Ofen ist ja echt geil.

    Warum spart man sich den da das Kochen im Wasser?

  3. Hallo! :wink:
    Das erwähnte Steak-Gewürz – welches nimmst du da? Einfach eines aus dem Gewürz-Regal?
    Und die Zwiebeln sind roh, nicht angedünstet – oder?
    Ich glaube, ich wage mich da mal ran …

    Ach- könnte man da auch kleine Klopse, also so Burger-Patties machen?

  4. Hallo,
    gern schaue ich immer wieder bei dir vorbei ( aus dem hohen Norden). Meine Enkeltöchter leben schon immer vegetarisch.Am Wochenende werde dein Hackbratenrezept ausprobieren, da er lecker aussieht.
    Wir selber leben mit wenig Bio-Fleisch 1-2 pro Woche und sonst auch vegetarisch.
    Werde mich nach dem Versuch melden. Liebe Grüsse aus Hamburg

    P.S. Sojaprodukte vertrage ich leider nicht,ebenso keine Hefeextrakte.

  5. Hallo, ich gehöre zu denjenigen, die gerne wenig, am liebsten gar kein, Fleisch essen möchten, aber einfach den Geschmack so lieben. D.h. eigentlich nicht den vom Fleisch, sondern von dem, was man alles draus machen kann ;-)
    Also werde ich dieses Rezept bestimmt ausprobieren.. Vielen Dank!

    1. Ja – genau so geht es mir eben auch manchmal. Und wenn man das gleiche Ergebnis auch ohne Fleisch hin bekommt, dann ist das doch prima. Nur weil ich keine toten Tiere essen will, heißt das ja noch lange nicht, dass ich den Grund-Geschmack von Hackbraten nicht zu schätzen weiß. :haha:
      Im Grunde kommt der Geschmack eh nur von den Gewürzen und den Röstaromen. Fleisch selber schmeckt eigentlich nach nix.

      1. Stimmt! Zumindest roh schmeckt das doch eklig..
        Noch ’ne Frage: für dieses Rezept brauche ich schon dieses Gluten-Mehl, oder :???:

          1. Jo, hab ich schon gesehen, wußte aber nicht, ob und wie ich das für diesen „Hackbraten“ nutzen kann. Also die Zutaten von deinem Rezept in das „ausgewaschene“ Mehl geben? Werde mir wohl doch lieber das Glutenmehl bei A… bestellen, denke ich :)

            1. Müsste mit dem ausgewaschenem auch gehen. Dann würde ich einfach das Wasser im Rezept weg lassen. Wäre mir aber zu umständlich ehrlich gesagt. Kannst es ja mal ausprobieren. Müsste dann mit einem Kilo Mehl in etwa hinkommen.

              1. Gut, ich schau mal, wie ich’s mach. Und werde mich melden, wie’s mir gelungen ist und geschmeckt hat. Danke nochmal! :begeistert:

                1. Da bin ich ja gespannt. Ich würde das nächste Mal weniger Sojasosse nehmen. Mir ist es einen Tick zu salzig.

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