Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Ich habe gerade die Nachricht gelesen, dass im Kölner Zoo ein Tiger eine Pflegerin angefallen hat und darum erschossen wurde. Solch eine Nachricht macht mich traurig. Klar, es ist tragisch. Die Pflegerin war einmal unachtsam und ist an ihren Verletzungen gestorben. Das ist schlimm. Und der Tiger? Der ist nun auch tot. Einmal hat ein Mensch nicht aufgepasst. Was heißt das? Der Tiger ist sein Leben lang gefangen und nutzte die einmalige Chance sich zu rächen? Kann man das so sehen? Kann man den Tiger verstehen? Ich traue mich gar nicht, mich hier auf die Seite des Tigers zu stellen. Das ist sicherlich keine populäre Ansicht. Wie denkt ihr darüber?

Hier der Bericht: http://…/Tiger-toetet-Pflegerin-aus-Nuembrecht-article840619.html

Hier mit einem Video: http://web.de/…/16104748-tiger-koelner-zoo-toetet-pflegerin-erschossen...

17 Gedanken zu “Tiger erschossen

  1. Ich bin schockiert, dass der Tiger erschossen wurde, noch dazu und empfinde es als sinnlose und primitive „Rache“ am Tier. Noch dazu in einem Zoo und vom Direktor, wenn ich mich recht erinnere. War die Pflegerin nicht leichtsinnig? Wie manche Bergsteiger? Wer würde deshalb den Berg sprengen?

  2. Tiger sind schlicht extrem gefährlich, das durften ja auch Sigfrid & Roy schmerzlich erfahren. Der Vorfall im Zoo ist lediglich ein trauriger Unfall, den die Pflegerin aus Unachtsam selbst verschuldet hat und dafür teuer bezahlen musste. Ich habe grosses Mitleid mit der Frau, die wahrscheinlich diese Tiere sehr geliebt haben muss um diesen Beruf zu ergreifen, Tierpfleger sind meistens sehr dem Tier zugewandte, friedliche Menschen.

    Warum der Tiger nicht mit Betäubung erschossen ist mir als Laien auch unverständlich, vermutlich hatten die das nicht so griffbereit und sie wollten ja die Frau retten… Grundsätzlich halte ich auch absolut gar nichts davon grosse brandgefährliche Tiere in Zoos zu halten, aber oft ist dies die einzige Möglichkeit diese Arten zu erhalten, da sie in freier Wildbahn oft erschossen werden (eben weil sie ja so gefährlich sind und Menschen agreifen) und daher vom Aussterben bedroht sind. Alles hat also seine zwei Seiten und kann nicht einfach pauschal abgeurteilt werden finde ich. Das wahre Übel wäre wohl eher die Zivilisation an sich, die in vielerlei Hinsicht Raubbau an der Natur betreibt und deren Auswüchse unter anderem eben unsere Zoos sind…

    Als tierlieber Mensch gehe ich eher selten in Zoos (nur den Kindern zuliebe) in denen die meisten Tierarten einfach nicht artgerecht gehalten werden können, so sehr sie sich auch darum bemühen. Dafür liebe ich aber den Vogelpark in Walsrode, da ich als Papageienfreak mich gar nicht satt sehen kann an der unendlich grossen Vielfalt von Vögeln, die dort zu sehr guten Bedingungen gehalten werden.

    LG Divena

  3. Wenn ich es richtig verstanden habe, was im Radio gesagt wurde, so mußte der Tiger erschossen werden, weil er noch im gleichen Bereich war wie die Pflegerin. Und man hatte Hoffnung, die Pflegerin noch retten zu können. Somit mußten Hilfskräfte in den Bereich. Betäubungsmittel wirken nicht so schnell.

    Der Tiger der Roy damals angegriffen hat, lebt noch! Man ging damals davon aus, als Roy stolperte und stürzte, dass der Tiger ihn retten wollte. Und das machen Katzen nun mal mit dem Genickbiss. Wir Menschen haben da nur nicht soviel Haut, wie eine Katze, an der man uns dann durch die Gegend tragen kann. Daher die erheblichen Verletzungen bei Roy.

  4. Der Zoodirektor musste den Tiger erschießen. Ansonsten hätten ihn die Medien zerissen. Da hatte er gar keine Wahl. Außerdem wurde er offentsichtlich von der Polizei dazu aufgefordert. So habe ich es jedenfalls gelesen. Vielleicht ist es auch für den Tiger besser so.

  5. Ich finde auch, daß die Pflegerin zumindest eine Mitschuld trifft. Klar ist es tragisch. ABer mir tut der Tiger auch leid. Der ist ja nur seinem Instinkt gefolgt. Wahrscheinlich wollte er nur sein Revier verteidigen. Und das ist ja nur natürlich. nicht umsonst gibt es so hohe Sicherheitsvorschriften in Zoos und Tierparks. Da Betäuben hätte sicherlich auch gereicht. :cry:

  6. Ich finde so eine Entscheidung auch immer schwierig. Lebt der Tiger, der Roy angefallen hat, nicht auch noch? Ich glaube mal so was gelesen zu haben, dass der Roy dem Tiger damals auch keine Schuld gegeben hat, sondern diese bei sich gesucht hat. Aber ich denke auch, dass es dem Zoobesitzer nicht leicht gefallen ist. Nur: in so einem Moment hat man auch nicht die Ruhe zum Abwägen. Und hätte er den Tiger nicht erschossen – was wäre dann gewesen? In der Presse wär es dann der „Killer-Tiger“ gewesen. Und hätte wahrscheinlich noch mehr Besucher in den Zoo gebracht.

    Kein leichtes Thema

  7. Wir dürfen dem Zoodirektor, der den Tiger erschossen hat weniger einen Vorwurf machen, als der Polizei.

    In der LZ war heute zu lesen, dass die Einsatzleitung des Sonderkommandos den Direktor angewiesen hat, den Tiger unverzüglich zu erschießen. Also kein Rettungsversuch an der Frau, sondern wieder einmal polizeiliche Machtausübung.

  8. In der Tiermedizin nutzen sie doch Blasrohre mit Betäubungsmitteln.
    In den 101 Tiershows die Nachmittags im Fernsehen laufen, kippen die Tiere immer innerhalb von Sekunden um. Lasst es in Wirklichkeit bei stärkerer Dosis eine Minute sein.
    Tragisch um die Frau. Beruf selbst gewählt und sicherlich von ihr auch nicht gewollt, dass der Tieger stirb wenn sie einen Fehler begeht. Vermutlich hätte sie mit starken Behinderungen leben müssen und wäre im Alltag eingeschränkt gewesen.
    Meines Erachtens hätte man das Tier nicht gleich erschießen müssen. Betäuben wäre logischer und vertretbar gewesen.

  9. der Tiger hat sich wie ein Tiger verhalten und die Pflegerin ht scheinbar vergessen, dass sie es mit einer Wildkatze zu tun hat, das ist, glaube ich das Problem, dass man denkt, wenn man lange mit bestimmten Tieren zu tun hat, kennt man sie auch; aber wer selbst Tiere hat, weiss,das sie oft unberechenbar sind(wie meine beiden gestörten Yorkies)

  10. ich finde es traurig das ein mensch gestorben ist – aber ich finde es noch trauriger das wir tiere in gefangenschaft halten, in ein gehege oder einen kaefig sperren und uns dann wundern wenn so etwas passiert. noch schlimmer und noch trauriger finde ich wenn diese tiere dann auch noch gezwungen werden kunststueckchen aufzuführen…also ich bin für ein VERBOT von Zoo’s, Zirkus, Tierparks und Streichelszoos. Ich bin dafür das wir mindestens 1/3 Fläche eines jeden Landes zu Natur- und Artenschutzgebieten machen und richtige und wirklichen Artenschutz betreiben!

  11. Ich habe die Nachricht gestern relativ frisch im Radio gehört. Dort hieß es, der Tiger hätte erschossen werden müssen, weil man dachte, der Pflegerin noch helfen zu können.
    Aber egal wie. Das war eine folgenschwere Unachtsamkeit der Frau. Ähnliches kann auch beim Auto fahren passieren und man rauscht z.B. im Stau unter einen LKW. Ein tragischer Unfall. In diesem Fall tragisch für beide, Pflegerin wie Tiger.
    Wie ich dem Einsperren von Tieren gegenüber stehe, drückt vielleicht das Gedicht „Der Panther“ von Rainer Maria Rilke aus …

  12. Ich bin bisschen fassungslos, was für Meinungen hier vertreten sind! :razz: „mir ist die Pflegerin ehrlich gesagt pipegal“… „hat der Tiger für mich eine größere Daseinsberechtigung als der Mensch“…

    Wie heinzWilli schon sagte: die Zoohaltung an sich steht auf einem ganz anderen Blatt. Und die Pflegerin hat natürlich einen fatalen Fehler gemacht. Aber dass man einfach kalt lächelnd „selbst schuld“ sagt, wenn ein Mensch stirbt, schockt mich doch.

  13. Es war ein durch Unachtsamkeit oder ein Fehlverhalten der Pflegerin verursachter Unfall. Der Schütze hat den Tiger vielleicht erschossen, weil er hoffte die Pflegerin so noch retten zu können. Vielleicht hatte er ein persönliches Interesse an der Frau oder er hat aus Reflex gehandelt. Was ihn zu diesem Mord bewogen hat, kann ich nur vermuten.

    Da Menschen nicht vom Aussterben bedroht sind und sich als angebliche Krone der Schöpfung im allgemeinen wider der Natur verhalten, hat der Tiger für mich eine größere Daseinsberechtigung als der Mensch.

  14. es lässt schon sehr tief blicken, wenn ihr beiden tierisches Leben über das menschliche stellt. Was sind das für Menschen, denen der Tod eines Menschen pipegal ist?

  15. Ich stelle mich zu 100% auf die Seite des Tigers, und mir ist die Pflegerin ehrlich gesagt pipegal. Diese Menschen verdienen ihr Geld auf dem Leid der Tiere, die niemals artgerecht gehalten werden und ein Leben lang ihr Schicksal der Gefangenschaft hinnehmen müssen. Der Tiger hat sich nicht gerächt, er ist seinem normalen Instinkt gefolgt. Und das Monster Mensch hat wieder mal Herrscher gespielt und über Leben und Tod entschieden.
    Meine Trauer richtet sich einzig an den armen Tiger, der es andererseits geschafft hat……
    Und die Pflegerin? Wer mit dem Feuer spielt, kommt darin um……

    1. Danke für deine ehrliche Meinung. Obwohl ich das piepegal nun ein wenig hart finde. Es ist schlimm, wenn ein Mensch sterben muss und ganz bestimmt nicht egal. Aber man darf eben auch nicht vergessen, wer hier den Fehler gemacht hat. Es gibt immer zwei Seiten.

    2. Ich finde deine Ansage sehr mutig. Auch wenn ich sie nicht ganz teile. Aber Respekt vor deiner Offenheit.

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