Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Meine arme Dahli - sie weiß nicht, warum ihre Beine nicht mehr so funktionieren wie sonstMeine Dahli macht mir momentan große Sorgen. Ok – sie ist alt. Am 8. Mai 2010 wird sie 15 Jahre alt – wenn sie dann noch lebt… denn leider sieht es derzeit nicht danach aus :(

Vor einem Jahr hatte sie einen riesigen Milztumor (der füllte den ganzen Bauch und wog knapp 3kg!) und eine schwere OP. Die hat sie gut überstanden und war schnell wieder die alte. Nun geht es aber merklich bergab. Ich habe sie in der Klinik durchchecken lassen. Sie habe Veränderungen an der Wirbelsäule, was ihren steifen Gang erklärt. Und auch ihre Nierenwerte sind schlecht. Also bekam sie Spritzen und ein Spezialfutter. Das hat sie auch die ersten Tage gefressen – dann nicht mehr.

Dahli schaut müde aus....Überhaupt frisst sie fast gar nichts mehr und ist schon sehr abgemagert. Natürlich versuche ich alles mögliche… koche ihr Putenbrust, Reis, Gemüse, kaufe verschiedene Futtersorten…  aber sie frisst einfach nicht :(

Das einzige was ich zur Zeit noch in sie rein bekomme sind gekochte Putenbrust, etwas Fleischfutter, Dentalsticks und getrocknete Schweineohren. Keine ausgewogene Ernährung. Aber was soll ich machen? Ich bin froh über jedes bisschen was sie isst. Der Tierarzt kann mir auch nicht helfen – wir können sie ja nicht zwingen. Er meint das liegt an den Nieren – da versucht der Hund sich zu schützen indem er einfach nichts frißt….

Sie ist furchtbar mager geworden...Außerdem wird sie immer wackeliger auf den Beinen. Sie sackt hinten oft weg und Spaziergänge finden nur noch im Schneckentempo statt. Trotzdem klettert sie aufs Bett oder Sofa – und wenn sie dann runter springen will, dann fällt sie hin und kann sich nicht halten. Natürlich versuche ich sie davon ab zu halten – aber das klappt nicht immer. Inzwischen darf sie auch wieder jeden Abend in meinem Bett schlafen – ich weiß ja nicht, wie lange ich sie noch bei mir habe…

Ich denke, ich werde mit ihr Montag noch einmal in die Klinik fahren. Vielleicht kann eine weitere Cortisonspritze ihr helfen.

Zum einen sind die Schmerzen dann weniger – zum anderen bekommt sie dann wieder ein wenig Appetit. Aber ewig funktioniert das ja auch nicht. Ich habe ehrlich gesagt auch ein wenig Angst mit ihr dahin zu fahren. Angst, dass ich sie dann nicht wieder mit nach Hause nehmen kann… Ich habe einen sehr guten Tierarzt, dem ich vertraue und der Dahli kennt seit sie als Welpe die erste Impfung bekommen hat. Und wenn er zu mir sagt: erlöse sie… dann weiß ich, dass er Recht hat. Ich will natürlich nicht, dass sie sich quält… aber woher weiß man wann der richtige Zeitpunkt ist???

Ich habe furchtbar Angst vor dem Moment, wenn ich sagen muss: es reicht. Ich lasse sie erlösen. Aber wann ist dieser Zeitpunkt? Woher weiß man das? Wie soll ich ihr in die Augen schauen und beschließen sie töten zu lassen??? Ich lebe nun fast 15 Jahre mit ihr zusammen – wir haben sooo vieles gemeinsam durch gestanden… wie kann ich sie dann gehen lassen???

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Dahli schaut heute schon wieder etwas besser ausNachtrag 27.12.2009: Heute geht es Dahli etwas besser. Sie frisst zwar immer noch sehr wenig – aber irgendwie ist sie besser drauf. In den letzten Tagen hat sie jeweils 500g gekochte Putenbrust bekommen. Heute hat sie sogar noch eine halbe Schachtel Fleischfutter genommen. Außerdem noch allerhand Leckerlies – Hauptsache sie frisst was. Nur ihre Rimadyl (=Schmerztablette) wollte sie partout nicht nehmen. Dabei sind gerade die wichtig, damit sie beim Laufen nicht solche Schmerzen hat… heute Abend habe ich sie dann sanft gezwungen die Tablette zu essen. Normalerweise isst sie die sogar gern…

11 Gedanken zu “Sorgen um Dahli

  1. Ok – hast Recht. Hab mich verschrieben… muss natürlich 8. Mai heißen. Die Fünf kam wohl von 5te Monat… stand ein wenig neben mir als ich diesen Artikel geschrieben habe…

  2. Ich hatte sie auch lieb.

    Nur noch mal zur Erinnerung für die digitale Ewigkeit:

    „Dalilah“-Blues (die ursprünglich hellblauen Augen), „Lalelu“ … und „Trulla-Puller“ … als sie noch nicht stubenrein war.

    Ich will ja nicht zu kritisch sein, aber Lalelu ist am 08. Mai 1995 um 22.30 geboren. Konnte ich mir immer gut merken, weil zum einen mein Bruder am nächsten Tag Geburstag hat und zum anderen der gute alte Sammi („Schworz“, „Samsonite“ („… mach den Koffer zu!“ wenn er ruhig sein sollte)) um 20.15 geboren wurde… TAGESSCHAU und (damals) TAGESTHEMEN… konnte ich mir immer gut merken.
    So, und nu bin ich wieder ruhig.

  3. Kann sein, daß sie jetzt einfach mehr Abwechslung im Futter braucht. Gerade Leberwurst hats ja in sich.. so mit Gewürzen, Salzen, etc. Solange sie rohes Fleisch zu sich nimmt, wäre ich beruhigt. Mit dem Cortison würde ich nicht zu lange warten. Wenn es ihr merklich schlechter geht, würde ich es geben. Schmerzen sind eine eigenartige Sache.. man sollte immer versuchen, der Schmerzerinnerung zu entkommen – also die Schmerzen auf einem so niedrigen Pegel wie möglich zu halten, weil sie dann insgesamt weniger Pein hat. Treten leichte Schmerzen auf, setzt sofort die Erinnerung daran ein, und es verstärkt sich der Schmerz unnötig und nur aus der Erinnerung gespeist. (nicht nur im bewußten Bereich, sondern auf der physischen Ebene) Ich bin nur Laie, kanns nicht besser erklären. Frag vielleicht einfach Deinen TA nochmal, welche Kriterien er da ansetzt. Manchmal ist sie ja vielleicht einfach nur müde und hat gar keine Schmerzen. Ist sicher nicht leicht zu beurteilen.

  4. Tja – Leberwurst ist nun auch vorbei… frißt sie nicht mehr. Gestern hat sie 500g Rinderhack gefressen. Werde nun auch Rohfleisch umstellen und es damit versuchen… Ich überlege auch, ob ich ihr heute schon das Cortison spritze oder noch abwarte…

    Das mit Arzt finde ich klasse. Bei Dahli sehe ich es auch so. Wenn sie sowieso nicht mehr lange hat… dann soll sie in der Zeit, in der sie noch lebt, das bekommen was sie will. Lieber ungesund ernähren als verhungern… Eine Chance auf Heilung hat sie nicht mehr… :(

  5. Au weia – Du Ärmste, das ist Streß pur. Versuche es nachts mit einer Windelhose. Meine Freundin hatte auch eine Hundedame, die in ihrem 19. Lebensjahr ebenfalls die gesamte Wohnung vollschiffte. Die Windel hat das Thema wirklich erträglicher gemacht. Die Frage ist, ob sie sich dran gewöhnen kann.

    :-D Leberwurst und Fleischwurst *ggg* Die Süße weiß halt was schmeckt. Schön, daß sie ihre Wünsche erfüllt bekommt :)

    Einem Bekannten (über 90 J.), der im Krankenhaus lag und grad wieder gut überm Berg war, hat der Arzt eine Kiste Bier ans Bett gestellt, weil das sein sehnlicher Wunsch war. Fand ich prima.

  6. Ja – sie ist schon eine hübsche… und ihr Fell glänzt immer noch schön. Das macht es alle auch so schwer… wenn sie irgendwie krank aussehen würde… das wäre es leichter. Momentan frisst sie nur noch Leberwurstbrot und Geflügelfleischwurst. Putenbrust auch nicht mehr :( War inzwischen auch wieder in der Klinik. Mein TA hat sie angeschaut und meint: „sie will noch“. Also hat sie noch eine Cortisonspritze bekommen. Außerdem hat er mir noch eine mit gegeben zum selber spritzen falls es wieder schlechter wird. Und so kämpfe ich weiter mit und um sie und jeden weiteren Tag…

    PS: hab ich schon erwähnt dass sie mir die ganze Bude vollpinkelt? Macht es auch nicht gerade leichter… Tagsüber kann man sie ja dauernd raus lassen… aber nachts?

  7. Hab mir grad nochmal ihre Fotos angesehen… die ist aber auch schön :-) Ihre Augen.. und diese Schnauze… :-))) Toll – Ja, ich kann Dich gut verstehen, denke ich.

  8. Zitat:“Mir ist ja auch klar, dass sie nicht ewig leben wird… aber irgendwie wünschte ich es wäre so.“

    Ja genau – das ist der Kern. Es ist ja auch völlig paradox, in einer Situation wie dieser auch noch vernünftig sein zu sollen. ‚Soll man‘ auch gar nicht, wie ich finde. Wenn man mit dem Herzen dabei ist, finden sich schon die richtigen Wege. Schwer bleibt es erstmal eh. Mir hat geholfen, an all die schönen Zeiten zu denken – und zu wissen, daß meine Süße ein schönes Leben bei mir hatte.. und ausgerechnet ich ihre Einmaligkeit erleben konnte/durfte.. und ich das Beste war, was ihr passieren konnte :-))

    Zitat: „Wenn man sooooo lange zusammen gelebt hat – ich kann mir ein Leben ohne Dahli gar nicht vorstellen.“

    Ja – eine Ewigkeit. Und wie die Waldfrau schreibt, noch verstärkt durch ganz andere Zeiten, als man sie mit Menschen erlebt. Nicht besser vielleicht, aber eben anders und besonders. So ein Wesen wird zu einem Teil von einem – und umgekehrt. Die Zeit gerade mit Hunden, hat eine besondere Qualität…. die einen besonders hilflos macht – dann. Vielleicht hilft Dir, zu gegebener Zeit zu wissen, daß es dann auch eine Erlösung für sie sein wird. Sie hat schon ein sehr schönes Alter erreicht. Ich weiß, all das hilft nicht wirklich über den Abschied hinweg. Da hilft nur Freude, solange es geht – und dann nur noch die Zeit..
    Meine Kleine springt hier auch immer noch ab und an herum – nach fast zehn Jahren. Dachte zuerst immer, ich sei bekloppt – aber so ist das ;-)
    Ich weiß nur, daß Hunde, die bei guten Menschen leben, diese als grandiose Bereicherung empfinden und ein erfülltes Leben haben. Das ist ja, zu meiner großen Freude, bei Euch der Fall. :-))
    Wie geht es ihr denn jetzt, bzw. Euch beiden ?

  9. Du hast recht, 15 Jahre sind unheimlich lang, so lang hat bei mir noch keine Beziehung mit einem Mann gehalten. Und den hat man meist nicht mal so oft um sich gehabt wie einen Hund. Hoffentlich habt Ihr 2 noch etwas schöne Zeit miteinander.

  10. Danke für deinen lieben Eintrag. Das mit dem Joghurt werde ich auch mal probieren. Mir ist ja auch klar, dass sie nicht ewig leben wird… aber irgendwie wünschte ich es wäre so. Wenn man sooooo lange zusammen gelebt hat – ich kann mir ein Leben ohne Dahli gar nicht vorstellen.

  11. Ja, das ist erst einmal sehr schwer zu akzeptieren. Aber Du wirst es schon können, wenn der Zeitpunkt wirklich kommt. Du weißt es selbst – es wird sehr weh tun, aber Du wirst das Beste für sie tun und entscheiden. Und Du wirst wissen wann es soweit ist, wenn es soweit ist. Du bist ja auf genau dem richtigen Weg :) Sie spürt das und wird ruhig gehen, wenn Du sie läßt – was Du tun wirst ;) Ich glaube, das ist unser größter Liebesbeweis an die Tiere, wenn sie neben unserer Trauer eine Sicherheit finden/spüren, die Sicherheit, daß es ‚okay‘ ist wie es ist. Du weißt schon wie ich das meine.. sich nicht verstellen, autenthisch sein, den Weg gemeinsam gehen, zu Einsichten gelangen.. Vertraue Deinem Instinkt und dem Hund. Hab keine Angst vor falschen Entscheidungen – Du wirst es richtig machen! Vielleicht wird sie auch einfach ruhig einschlafen.. Und wenn nicht, dann lasse den guten TA zu Dir nach Haus kommen!

    Ich würde ihr jetzt auch so viel Freude wie nur möglich bereiten. Meine Tiere sind oft sehr scharf auf LC-1. (den lasse ich immer etwas stehen, damit er Zimmerthemp annimmt) Und wirklich LC-1, keinen anderen probiotischen Joghurt.

    Ich wünsche Euch beiden von Herzen eine schöne Zeit!!

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