Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Ich laufe gerade dick eingemummelt mit meinem Hund durch die Gegend, da tüdelüüts aus meiner Tasche. Ich hol mein Handy raus und denke: „Watt will da wer was von mir?“ – Unter Benachrichtigung finde ich: „Spiegelonline: Eilmeldung – Sozialdemokraten stimmen….“
„Aha“, denke ich mir und frage mich: „Was ist daran denn eilig?“
Und überhaupt: Wenn ich mit meinem Hund durch die Wildnis laufe, dann interessiert mich so was so gar nicht! Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, dann interessiert mich nur die Gegend und mein Hund. Und ich will nicht mitten im Wald oder auf der Wiese wegen sowas angetüdelüht werden! Das Handy habe ich nur mit, um vielleicht Fotos zu machen oder zum Hilfe holen, falls ich über einen Ast stolpere und mir das Bein breche. Sofort habe ich nachgeschaut, wie ich diese Benachrichtigungen ausschalten kann. Geht zum Glück. Zack – aus – Ruhe ist.
Ich will Nachrichten nur holen, wenn mir danach ist.
Ich will keine gebracht bekommen.
Ich frage mich: Wie ist es bei anderen? Lesen andere vielleicht in jeder möglichen und unmöglichen Situation alle Benachrichtigungen, damit sie nix verpassen? Und ist das nicht unheimlich stressig?
Wie haltet ihr das?
Achja: Und ein Foto von heute gibt es auch noch. Kalt – trüb – nieselig – nebelig – blöd draußen.

Ich laufe gerade dick eingemummelt mit meinem Hund durch die Gegend, da tüdelüüts aus meiner Tasche. Ich hol mein Handy raus und denke: „Watt will da wer was von mir?“ – Unter Benachrichtigung finde ich: „Spiegelonline: Eilmeldung – Sozialdemokraten stimmen….“

„Aha“, denke ich mir und frage mich: „Was ist daran denn eilig?“

Und überhaupt: Wenn ich mit meinem Hund durch die Wildnis laufe, dann interessiert mich so was so gar nicht! Wenn ich mit dem Hund spazieren gehe, dann interessiert mich nur die Gegend und mein Hund. Und ich will nicht mitten im Wald oder auf der Wiese wegen sowas angetüdelüht werden! Das Handy habe ich nur mit, um vielleicht Fotos zu machen oder zum Hilfe holen, falls ich über einen Ast stolpere und mir das Bein breche. Sofort habe ich nachgeschaut, wie ich diese Benachrichtigungen ausschalten kann. Geht zum Glück. Zack – aus – Ruhe ist.

Ich will Nachrichten nur holen, wenn mir danach ist.

Ich will keine gebracht bekommen.

Ich frage mich: Wie ist es bei anderen? Lesen andere vielleicht in jeder möglichen und unmöglichen Situation alle Benachrichtigungen, damit sie nix verpassen? Und ist das nicht unheimlich stressig?

Wie haltet ihr das?

Achja: Und ein Foto von heute gibt es auch noch. Kalt – trüb – nieselig – nebelig – blöd draußen.

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11 Gedanken zu “Mir doch egal…

  1. Hallo Heike,
    bin vor kurzem auf deine Seite gestossen. Ich glaub es war beim Biofutter suchen. Ist einfach genial was du da machst. Kann das richtig nachvollziehen. Ich bin als Kind auf einem ganz einsamen, abgelegenen Bauernhof im Südschwarzwald aufgewachsen. Wir hatten keine Zufahrtsstrasse, es gab nur so kleine Wiesenwege, kein Telefon. Die einzige Verbindung nach außen war einkleines Radio. Wir waren 4 Kinder und wir hatten immer so viele Ideen um mit etwas zu spielen. Der kleinste Ast, ein komischer Stein, alles Mögliche ist uns mit einfachen Mittel eingefallen. Wenn man so zurück denkt. Es war einfach schön. Als wir zur Schule kamen, hatten viele Mittleid mit uns, weil wir einen so langen Fußweg von einer Stunde hatten. Wir wussten als gar nicht was sie damit meinten. Es war doch jeden Tag interessant am Bach entlang zu laufen, immer wieder mal nachschauen ob irgendwo ein Fischlein ist oder die alten Bäume hoch zu schauen ob irgendwo ein Vogel sitzt. Im Sommer Beeren genascht im Winter mit dem Schlitten zur Schule gefahren. Im dunklen Winter im Vollmond durch den glitzerden Schnee zu sausen, das war wie im Märchen. Überall glitzernde Diamanten um sich rum. So was schönes vergistt man nicht mehr. Es waren jeden Tag soviel Kleinigkeiten zu beobachten, dass wir immer viel zu erzählen hatten wenn wir nach Hause kamen. Und nebenbei vergasen wir ganz den Schulstress, den wir am Vormittag hatten. Unsere ganz Wohnung war voll von Fundsachen und den dazu gehörigen Geschichten. Irgendwann kam dann die Lehre, die neuen Menschen, die neue Musik. All das war dann interessant und hat uns von zuhause weg gezogen. Familie, Kinder. Musste denen viel von früher erzählen. Die waren so neugierig auf die Geschichten, die ich früher erlebt habe. Dann kam auf einmal das Verlangen nach Stille, nach der Zeit von früher. Die ganze Technik, die ganze scheinheilige Werbung, Weihnachtsachen im Laden wenn fast noch Sommer ist usw. Alles hat mich immer mehr genervt. Meine Eltern hatten noch den einsamen Bauernhof, wollten aber bald wegen ihre Alters aufhören. Die Sehnsucht nach der Stille wurde unerträglich. Mit 40zig hab ich alles hingeschmissen und betreibe seither den einsamen Bauernhof im Südschwarzwald. Ich brauch fast nicht mehr in die Stadt fahren. Die absolute Ruhe, die weite Sicht über´s Tal bis nach Frankreich. Es war wie ein großes Aufatmen. Und kein Handyempfang. Für viele unserer Feriengäste gibt es ein richtiges Aha-Erlebniss. Sie merken auf einmal, es geht ja auch ohne. Und man hatt ja viel mehr vom Urlaub wenn dieses Ding nicht funktioniert. Nur auf das Internet möchte ich nicht mehr verzichten. Es spart wirklich viele Wege und auch Kohle. Somit kann man sich gut von der Stadt und ihrem Getümmel fern halten.
    Ich wünsch Dir noch ein paar schöne Wintertage. Der Frühling läst nicht mehr so lange auf sich warten.
    Norbert

  2. Liebe Heike,

    ich kann mich da nur anschließen. Diesen ständigen Informationsmüll finde ich unmöglich. Deswegen wehre auch ich mich erfolgreich gegen ein Smartfon. Mein altes Nokia tut es auch. Mich nerven inzwischen sogar die Leute, die sich bei einem Treffen mit mir dauernd davon ablenken lassen. :maul: Daher werden solche Kontakte immer weniger.
    Thematisch gehören in diesen Topf wie ich finde auch all die neuen Geräte und Technologien, die einem vermeindlich das Leben erleichtern sollen, in Wirklichkeit aber mit nervigen Warntönen und Hinweissignalen nur stören. Wozu ist es nötig, dass ein Auto 5 mal blinkt beim Zusperren? (1 oder 2 x würde auch reichen) Ein Fernseher beim „Hochfahren“ wie wild mit einer hellen LED funkelt? Mir ist das alles zu viel. Früher hat man doch auch einfach nur gewartet, bis das Bild da war…

    Ich wünsche Dir einen reizfreien und schönen Sonntag im Wald ;D
    …und danke für Deinen wunderbaren Blog!
    Viele Grüße
    Sabine

    1. Das nervt mich auch tierisch. Wenn ich mich zum Beispiel mit jemanden unterhalte und der dann dabei auf seinem Handy rumtüdelt! :wall:

      Aber so ganz ohne möchte ich auch nicht mehr sein. Manche Sachen sind schon sehr praktisch. Aber ich kann es auch prima abstellen.

  3. Liebe Heike,
    ich will auch nicht immer erreichbar sein ! :sad:
    Ich finde das ganz schrecklich, es gibt Leute die telefonieren im Wald, an Stellen wo es ruhig sein sollte….. Ich hab eh noch ein altes Hand, ohne große Sonderfunktionen und dabei bleibt es auch ! ;-)
    Liebe Grüße,
    Deine Birgit

  4. DAs war das Erste, was ich auf meinem neuen Händi ausgeschaltet habe – diese dauernden HIntergrund – „Informationen“, die mich leider auch überhaupt nicht mehr interessieren. Ich besitze ja auch seit Jahren keinen Fernseher mehr. Ich brauch das alles nicht, obwohl ich mit einem Teil dieses Geschäftes mein Geld verdiene. Aber dann eben doch irgendwie anders. Aber wenn ich mich so umschaue, sehe ich nur noch Leute durch die Gegend stolpern, die den Blick ununterbrochen (!) auf ihr Händi-Display gerichtet haben. Irgendwas müssen die da extrem wichtig finden. Nur, WAS das sein soll, blicke ich nicht.

    1. Ja – das kenne ich auch. Als ich neulich mit der Bahn nach Berlin bin, da tippten sie auch alle wie wild drauf rum. Überall im Zug waren die Leute völlig mit dem Smartphone beschäftigt – da habe ich meines auch mal rausgeholt – drauf gestarrt – nicht gewußt, was ich damit machen soll – und wieder eingesteckt :lachtot:

      Und dann habe ich knapp 2 Stunden einfach so aus dem Fenster geschaut. War schön :)

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