Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Ich bin so froh über meine neue Mitbewohnerin. Sie heißt Minna und ist eine digitale Nähmaschine. Ich wünsche mir schon so lange ein Nähmaschine. Ich habe schon ewig keine mehr und das letzte Mal, dass ich genäht habe, das ist auch schon Urzeiten her. Nun hat mir Amazon mal wieder bei meiner Entscheidung geholfen, denn dort war meine Traummaschine Sonntag im Tagesangebot. Die W6 Nähmaschine N 3300 exklusive! Sie war um 30% reduziert und da konnte ich nicht anders. Obwohl – leicht gemacht habe ich mir die Entscheidung nicht. Denn eigentlich habe ich ja gar kein Geld „über“. Und auch reduziert war die Maschine nicht unbedingt billig. Den ganzen Sonntag habe ich mit rein in den Warenkorb, raus aus dem Warenkorb, Videos schauen, rein in den Warenkorb, noch mal nachdenken, raus aus dem Warenkorb, recherchieren,.. und so weiter verbracht. Das ging den ganzen Sonntag so. Und dann – um 23.30 Uhr etwa – habe ich dann doch zugeschlagen. Ich hätte mich sonst echt geärgert, denn so günstig bekomme ich die so schnell nicht wieder.

Was ist denn nun so toll an Minna? Tja – das Nähen 2.0 würde ich sagen. Es ist eine digitale Maschine und das Nähen damit ist Welten entfernt von Nähen mit der analogen. Fängt schon damit an, dass man nicht zwingend das Fußpedal benutzen muss. Kann man zwar – muss man aber nicht. Man kann die Maschine auch per Knopfdruck starten und per Schieberegler die Geschwindigkeit regeln. Hört sich kompliziert an – isses aber nicht. Und da ich mich sowieso neu einlernen muss, habe ich beschlossen, auch gleich ohne Pedal zu beginnen. Und es klappt auf Anhieb prima! :dup:

Was mich noch begeistert: Neben 120 verschiedenen Stichen kann die Maschine auch automatisch einfädeln. Wie geil ist das denn??? :begeistert:

Und erstaunlicherweise hat es auch bei mir sofort geklappt. Sehr hilfreich war dieses Video, das ich inzwischen fast auswendig kenne:

Hier ist sie – meine Minna:

minna

Als erstes habe ich gleich mal einen Leseknochen genäht. Das Schnittmuster und eine Anleitung dazu findet man hier: https://www.stoffe.de/naehanleitung-fuer-einen-leseknochen.html

Ich habe mir das Schnittmuster ausgedruckt und einmal den Viertelknochen ausgeschnitten. Dann ein Blatt Backpapier zwei mal gefaltet, das Muster angelegt und dann ausgeschnitten.

schnittmuster-leseknochen

Auf dem Bild ist auch meine neue Stoffschere zu sehen. Die ist nicht nur wunderschön – sie schneidet auch durch Stoff wie durch Butter. Richtig klasse. Und war nicht mal teuer – ich habe sie für 9,90 € bekommen. Das Schnittmuster habe ich natürlich mit einer anderen Schere ausgeschnitte, denn: Mit einer Stoffschere nie nich niemals auf keinen Fall Papier schneiden!!! Sie wird sonst ruck zuck stumpf und wer will das schon? Meine alte Schneidemappe lag über 10 Jahre im Schuppen und war total verbogen. Inzwischen habe ich sie endlich wieder gerade bekommen. Ist bei diesen Dingern gar nicht so einfach. Ich habe sie mit einem Heißluftfön erhitzt und dann mit Brettern ein paar Tage beschwert. Hat zum Glück geklappt, denn die Dinger sind ja echt teuer. Nu isse wieder fast wie neu. Aber zurück zum Leseknochen…

Ich habe mir einen alten Bettbezug geschnappt und den Knochen drei mal ausgeschnitten – diesmal natürlich mit der tollen Stoffschere. Hach – ich liebe das güldene Teil :grin:

zuschnitt-leseknochen

 

Dann werden alle drei Teile auf links zusammen genäht – bis auf eine kleine Lücke zum Wenden und Füllen. Das sieht dann fertig so aus:

20161122_200525

Zum Füllen habe ich ein Kissen geplündert, dass ich sowieso nie benutze, da es viel zu stramm gefüllt ist. So ein Dekokissen, das außer zum Rumliegen zu nix gut ist. Aufgeschnippelt und Innenleben geklaut :haha:

kissen-gepluendert

Rein damit in den Knochen, bis er überall auch in den Ecken gefüllt ist. Und nun nur noch die Lücke per Hand zunähen und fertig ist der erste Leseknochen. Bin schon ein wenig stolz auf mein Werk.

erster-leseknochen-20161122_203421

Nunja – er ist nicht perfekt… aber ich habe ihn selber genäht und deswegen liebe ich ihn. Und für das erste Mal finde ich ihn gut. ;D

Und das tolle daran: der ist nicht nur nett anzusehen – der ist auch sau bequem beim Rumlümmeln in meinem Hängesack und beim Fernsehen im Bett. Das Teil schmiegt sich am Nacken perfekt an. Egal, ob man auf dem Rücken oder auf der Seite liegt. Passt magischer Weise immer. Man kann den Knochen auch als Tablett- oder Buchständer benutzen.

Hach – wie konnte ich bisher nur ohne leben??? :???:

Und da Bett und Hängesessel zwei verschiedene Stellen im Haus sind und ich eine faule Socke bin, die keine Lust hat jeden Abend einen Leseknochen hin und her zu schleppen… – da nähe ich mir heute gleich noch einen zweiten Knochen! :!:

leseknochen-20161123_090838

Falls ich es nicht gut genug erklärt habe – hier ist eine tolle Video-Anleitung für den Leseknochen:

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