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Mein neuer Hang zu Kitsch oder so

In diese Holzfigur und einen Schweizer Drehteller mit Spieluhr habe ich mich gestern beim Stöbern im Sozialkaufhaus spontan verliebt. Über meinen Hang zu Kitsch bezüglich der Spieluhr mache ich mir schon Gedanken. Bisher noch keine Sorgen – aber Gedanken schon. Die Figur fand ich einfach nur interessant. Wie sich nun rausstellte, so handelt es sich dabei um Elegua – auch Eshu genannt – , eine Art Geistwesen, das die Schlüssel für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft besitzt. Und der Hüter aller Strassen und Wege ist. Er ist auch der Mittler zwischen dem Menschen und den Geistern und erlaubt angeblich die Kommunikation mit Verstorbenen. Interessant fand ich die Info, dass er „den Schalk im Nacken“ hat – also sich gern auch mal über Menschen lustig macht oder sie an der Nase herum führt. Wenn man ihn genau anschaut, dann sieht man auch, dass der die Zunge rausstreckt. Ich glaube, der passt zu mir. Unter der Figur ist ein Aufkleber mit „Talla Elequa“ und der Zahl 1594. Der wird doch wohl nicht so alt sein??? Er sah ursprünglich auch ziemlich schäbig aus. Ich habe ihn deswegen mit Holzbutter eingerieben. Sollte er wirklich so alt sein, dann habe ich dabei wahrscheinlich eine total wertvolle Patina entfernt… Egal – ich mag ihn und behalte ihn sowieso. Kann ja nie schaden so einen Geist im Hause zu haben.

   

   

 

Wikipedia sagt dazu:
Eshu (Eleggua, Elegba, Eshú, Echu, Exú) ist in der Religion der Yoruba und den davon abgeleiteten afroamerikanischen Religionen der Herr der Straßen, Straßenkreuzungen und Türen. Er ist verantwortlich für den Lebensweg, für das Gelingen oder den Misserfolg, für Begegnungen und Entscheidungen, für Zufälle, Unfälle und das unergründliche Schicksal. Eshu nimmt eine Sonderrolle unter den Orishas ein. Er wird eher den Geistern zugerechnet. Seine Hauptfunktionen sind die Vermittlung von Botschaften der Menschen an die Orishas und den allmächtigen Olódùmarè. Eshu muss bei allen Ritualen als Erster begrüßt werden und auch als Erster seine Opfergaben erhalten. Er verwaltet die Ashé und gilt als Trickster.

Im brasilianischen Candomblé wird er synkretistisch mit dem katholischen Erzengel Gabriel und in der kubanischen Santería mit dem Santo Niño de Atocha verbunden. Sein Gruß ist Laroê Exú, seine Farben rot-schwarz und sein Tag der Montag. Jede Candomblé-Zeremonie beginnt mit einem Toque für Eshu, um ihn milde zu stimmen, so dass er kein Unheil anrichtet und die Kommunikation mit den Orishas herstellt. Oft wird er mit dem Teufel assoziiert. Damit ist aber nicht der christliche Teufel, die Inkarnation des Bösen gemeint, sondern eher der anarchische, schalkhafte Mephistopheles. Er ist frech, impulsiv, chaotisch, unberechenbar, stiftet gerne Verwirrung und Streit und hat Macht über das sexuelle Begehren. Er wird gleichzeitig geachtet und gefürchtet. Sein widersprüchlicher Charakter wird durch folgende Beschreibung versinnbildlicht: Wenn er am Boden sitzt, stößt er mit dem Kopf an der Decke an; steht er auf, so ist er genau so hoch wie der Teppich.

 

 


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1 Kommentar zu “Mein neuer Hang zu Kitsch oder so”

  1. Silas sagt:

    die Figur hat was. Und ich finde auch, sie passt zu dir. Mit dem singenden Edelweiß kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Aber wenn es dir hilft dich wohl zu fühlen – gut!

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