:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :) [Startseite]

Kokosmus selber machen

Ich bin derzeit auf dem „ich mach alles selber“-Tripp und experimentiere viel rum. Außerdem überlege ich immer mal wieder, wie ich mir das Leben leichter machen kann. Wenn man alleine lebt, dann braucht man von allem ja immer etwas weniger. Und oft kann man das, was man braucht, immer nur in zu großen Mengen kaufen. Zum Beispiel Kokosmilch. Und darum geht es heute.

Ich liebe Kürbissuppe mit Kokos, Ingwer und Chili. Mmmmmmhhh – da könnte ich mich grad reinsetzen. Kokosmilchdosen sind für mich dann immer zu groß. Also benutze ich Kokosmus. Das kann man für viel Geld in Bioläden und Reformhäusern oder online kaufen. Ooooder: Man macht es einfach selber. In Kokosmus ist 100% Kokos. In Kokosraspeln auch. Man nehme also Kokosraspeln, schmeiße die in einen Mixer und mixe was das Zeug hält. Dabei muss man allerdings immer aufpassen, dass die Masse nicht über 37°C warm wird. Glück, wer einen Thermomix hat. Und ich hab ja einen :)

Geht natürlich auch mit jedem anderen einigermaßen vernünftigen Mixer. Man schreddert die Kokosflocken fein und dann muss man rühren, rühren, rühren… bis die Masse irgendwann plötzlich cremig wird. Aber immer schön auf die Temperatur achten! Ich mache das im Thermomix so, dass ich es bei Stufe 5-10 fein schreddere. Immer für ein paar Sekunden schreddern, dann vom Rand wieder runter schieben, wieder schreddern,… und so weiter. Wenn es dann fein ist, dann lasse ich es bei Stufe 3-4 rühren. Habe ich beim Mandelmus auch so gemacht und klappt ganz gut. Bei Stufe 3 oder einen Tick drüber wird die Masse nicht zu warm. Der Thermomix hat ja eine Temperaturanzeige und die muss bei 37°C stehen bleiben. Sonst einfach Pausen machen.

Dann ist das Koskosmus also fertig und man kann es in ein Glas abfüllen. Auf keinen Fall in den Kühlschrank stellen, da es dann schimmeln kann. Einfach bei Zimmertemperatur lagern. Hält sich sehr lange.

So habe ich zuerst auch gemacht. Das Dumme ist nur: Kokosmus wird unter 25°C hart. Und so warm ist es in meiner Küche nicht. Nachdem ich also in den letzten Tagen für meine Suppe mühselig Mus aus dem Glas gekratzt habe, da dachte ich mir: Das muss doch auch leichter gehen. Und nun hab ich die Lösung gefunden. Ich habe gestern das Kokosmus im Wasserbad vorsichtig erwärmt, bis es wieder schön cremig wurde. Und dann in meine geliebten Silikonformen eingefüllt:

fz200_20141128_6_tof

Heute morgen war es dann wieder fest und ich konnte die einzelnen Stückchen einfach rausdrücken. Die habe ich dann in Gläser gepackt. Das ist nicht nur praktisch, es sieht auch noch sehr nett aus:

fz200_20141128_5_tof

Nun kann ich einfach das Kokosmus so portionieren, wie ich es brauche. Klasse!

Ich werde heute wieder Kürbissuppe kochen und meine „Kokospralinen“ dann gleich mal ausprobieren. Rezept folgt dann wahrscheinlich auch noch, wenn ich endlich mal dran denke, dabei auch Fotos zu machen.

fz200_20141128_1_tof


Ich freue mich auf deine Meinung zu diesem Artikel: Artikel kommentieren

6 Kommentare zu “Kokosmus selber machen”

  1. Caro sagt:

    Hallo! Bei mir wird diese Masse einfach nicht cremig. Bin jetzt seit einer halben Stunde im gange. Erst mit dem eigens für Nussmus angeschafften hochleistungs Mixer chuck, inzwischen voller Verzweiflung mit dem pürierstab. Egal was ich mache: eine bröselige staubige Masse. Und die Küche sieht inzwischen aus wie Sau, mal ganz abgesehen von dem ganzen Abwasch :-( ich achte darauf, dass es nicht zu warm wird, hab sogar schon ein wenig Kokosöl zugefügt – immer noch eine pelzige Masse, von Cremigkeit weit entfernt. Was mach ich falsch??? Ausgangsprodukt waren geröstete Kokosraspeln. In der Hoffnung auf den entscheidenden Tipp grüßt Caro (die vermutlich gleich ins Reformhaus fährt und sich dort Kokosmus holt)

    • dieimwaldlebt sagt:

      Im Gegensatz zu Mandelmus dauert es bei Kokosmus echt eeeewig, bis das cremig wird. Am besten bei niedriger Umdrehung rühren lassen.

  2. Sonja sagt:

    Hallo,
    so schön und so praktisch wie die Silikonförmchen sind ,so gesundheitsschädlich sind sie auch,ebenso die Mikrowelle.Einfach mal informieren.

  3. Kerry sagt:

    Super Idee mit den Silikonformen, ich bin mit meinem Mus auch auf Granit gestoßen. Das nächste Mal nehme ich auch meine Formen :)

  4. Helga Dann sagt:

    Hallo,
    habe mich heute Morgen auch an Kokosmus selber machen gewagt. Leider war es, trotz gutem Mixer, nicht möglich das Kokosfleisch komplett zu pürieren. Somit habe ich noch viele kleine Stückchen drin.
    Und dann noch was….hält sich das wirklich so lange bei Zimmertemperatur? Wo anders habe ich gelesen im Kühlschrank aufbewahren und da nur 2-3 Tage ?????
    Liebe Grüße
    Helga

    • dieimwaldlebt sagt:

      Kokosmus dauert wirklich lange, wenn man es selber macht. Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mandelmus geht da wesentlich schneller, wenn man die Mandeln leicht anröstet vorher. Ich werde das nächste Mal die Kokosraspeln auch leicht anrösten. Vielleicht geht es dann schneller/einfacher. Natürlich nicht wirklich rösten, sondern nur erwärmen, damit sie das Öl löst. Bei Mandeln funktioniert das prima.

      Zur Aufbewahrung: Bloß nicht in den Kühlschrank! Da wird es steinhart! Ich bewahre es bei Zimmertemperatur auf. Im Sommer wird es dann sogar streichfähig bis flüssig. Und ja: Es hält sich quasi ewig. Aber nur, wenn es richtiges Mus geworden ist. Es dürfen keine Stückchen mehr drin sein. Wenn es lange genug gerührt wurde, dann hat es die Konsistenz von Erdnusscreme oder ähnliches.

      Bei gekauftem steht auch drauf, wie lange es haltbar ist – hier zum Beispiel: http://www.drgoerg.com/bio-kokosmus-500-g

      Das Bio-Kokosmus von Dr. Goerg ist bis zu zwei Jahre haltbar. Lagern Sie das Kokosmus bitte verschlossen bei Raumtemperatur und vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung. Unter 24°C verfestigt sich das Mus. Die Qualität wird dadurch nicht beeinträchtigt. In einem Wasserbad lässt sich das Kokosmus ohne Qualitätsminderung wieder verflüssigen.

Kommentar schreiben

Avatar anzeigen:
Möchtest du, dass bei deinem Kommentar ein Avatar angezeigt wird? Auf Gravatar.com kann man sich mit seiner E-Mail-Adresse einmal registrieren und ein Bild hochladen. Dann erscheint dein Gravatar-Bild hier bei deinem Kommentar. Und auch in vielen weiteren Blogs, die Gravatar unterstützen. Der Avartar wird dann auch bei deinen älteren Kommentaren angezeigt.

Blog aus dem Wald by Wordpress 4.7.7
123 queries. 0,589 seconds.