Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Ingwershots kennt wohl inzwischen jeder oder hat zumindest mal davon gehört. Man bekommt sie inzwischen ja in fast jedem Supermarkt. Ingwer ist lecker und sehr gesund. Ingwershots sollen das ganze angeblich noch toppen. Ich liebe Ingwer, benutze ihn aber meist nur beim Kochen oder im Tee. Einen Shot habe ich mir noch nie gekauft. Der wahnsinnig hohe Preis für so ein Mini-Pöttchen war einer der Gründe. Nun erzählte mir meine Schwester, dass sie eine Flasche selbstgemachten Ingwershot von einer Freundin geschenkt bekommen hat. Und dass sie nun jeden Tag einen Shot davon trinkt und ihr das super schmeckt und bekommt. Da stellte sich mir die Frage: Wieso bin ich noch nicht selber auf die Idee gekommen? Also mir das Teil selber zu mixen? 

Als erstes habe ich recherchiert, was in so einem Shot eigentlich drin ist. Ingwer ist klar. Und sonst so? Nachdem ich gefühlte 768 Beiträge, Seiten, Rezepte, Meinungen und Videos angeschaut und gelesen habe kam ich zu dem Ergebnis:
1. Ingwershot selber machen ist total einfach
2. Will ich unbedingt probieren

Was braucht man also dafür? Hauptbestandteil sind Ingwer und Zitrone. Im Prinzip reicht das auch schon. Einfach Ingwer pürieren und mit Zitronensaft mischen. Fertig. Dafür muss man in keinen Laden laufen – das kann man selber. Viele machen noch etwas Süße rein. Aus Ahornsirup, Agavendicksaft oder Honig. Eben irgendetwas süßes, was nicht allzu ungesund ist. Der Zitronensaft sollte idealerweise aus frischen Bio-Zitronen gewonnen werden. OK – dafür muss man dann doch in den Laden.

Nachdem ich verschiedene Rezepte, Mischungen und Meinungen gesammelt habe, entscheide ich mich für eine eigene Variante, die alle guten Sachen vereint. Für mich jedenfalls. In meinen ersten selbstgemachten Ingwershot kommen:

2 ganze Bio-Zitronen
1 ganze Bio-Orange
1 Handvoll Ingwer 
1 Teelöffel Kurkuma
1 Prise Schwarzer Pfeffer
1 Esslöffel Akazien-Honig
Etwas Wasser 

 

Warum nehme ich ganze Früchte? Weil im weißen und der Schale der Zitronen und der Orange wertvolle Bitterstoffe stecken. Bitterstoffe sind sehr gut für uns, aber leider aus unseren Lebensmitteln so gut wie verschwunden. Bitter ist nämlich nicht so lecker. Ich erinnere mich noch an den Rosenkohl von früher – bäh. Kauf man heute Rosenkohl, dann ist da kaum noch war bitteres zu schmecken. Alles weg gezüchtet. Weil wir es so lieber mögen. Bitter ist aber wichtig, denn Bitterstoffe sind gut für Galle, Leber, Magen und Darm. Sie regen die Verdauung an, unterstützen die Bauchspeicheldrüse bei ihrer Arbeit und verhindern sogar die Lust auf süße Leckereien. Alles spricht für Bitter – außer der Geschmack. Aber ein bis zweimal am Tag was bitteres in sich reinkippen- das wird man wohl doch noch überleben oder?

Zum Zerkleinern habe ich meinen Smoothie-Mixer benutzt. Bei er Menge musste ich die Portionen allerdings aufteilen. War dann doch etwas viel. Außerdem musste ich etwas Wasser zugeben, weil die Früchte mit der Schale zusammen dann doch sehr breiig werden. Macht aber nix – Wasser schadet ja nicht. Das nächst Mal werde ich es mit Zitronen-Direktsaft verdünnen. 

Kurkuma habe ich wegen der Farbe und weil gesund mit reingemixt. Das Curcumin darin ist auch wieder gut für den Darm, es ist entzündungshemmend und vieles mehr. Wer es genauer wissen will, der kann sich dazu gern den ausführlichen Beitrag bei Wikipedia durchlesen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kurkuma). Damit unser Stoffwechsel so richtig etwas damit anfangen kann, sollte es zusammen mit Peperin unseren Körper betreten. Und Peperin ist in Pfeffer. Deswegen habe ich also den Pfeffer mit hinein getan. Die fertige Mischung habe ich dann in Glasflaschen abgefüllt und bewahre sie im Kühlschrank auf. Dort soll er sich etwa eine Woche halten. Meiner wird sicherlich schneller weg sein.

Ich trinke jeden Morgen und jeden Abend einen Shot. Manchmal auch noch zwischendurch. Die Mischung ist immer noch sehr dickflüssig – so ein wenig wie Babybrei. Deswegen trinke ich sie zusammen mit etwas lauwarmen Wasser. So ein Glas voll, wie auf dem Foto. Mit dem lauwarmen Wasser gemixt finde ich meinen Shot übrigens sehr sehr lecker.

Ob das alles so stimmt oder nicht – dafür kann ich keine Gewährleistung geben. Also das mit dem Kurkuma, dem Pfeffer und überhaupt. Im Internet steht ja auch viel Blödsinn und alle plappern es nach – so wie ich eben auch. Aber ich kann nach ein paar Tagen sagen: Es bekommt mir wahnsinnig gut. Morgens macht es wach und weckt ruckzuck den Darm auf. Und abends verhindert so ein Drink sofort die Lust auf süße Leckereien. Ich werde weiterhin täglich meinen Shot trinken, weil ich merke, das mein Körper sich darüber freut. Und bitter finde ich nun auch gar nicht mehr so schlecht.  

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