Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Vor ein paar Tagen ist der Sommer ja auch hier im Norden eingetroffen. Schon am Freitag stieg das Thermometer auf über 30°C hoch. Wobei ich eigentlich noch Glück habe, denn bei mir im Wald sind es immer noch 2-4 Grad weniger, als in den Orten drumrum. Die Bäume kühlen die Luft hier merklich ab. Aber auch 30°C ist ziemlich warm. Es war kaum auszuhalten. Eigentlich kann man bei so einem Wetter nur still im Schatten sitzen. Jede Bewegung erscheint einem zu mühsam.

Nun schreit das Wetter ja geradezu nach Pool. Und ich habe ja einen.

Genau genommen hatte ich einen. Bis gestern. Den wollte ich nämlich endlich mal füllen, weil die Sehnsucht nach kühlem Nass plötzlich doch so groß war. Normal braucht es etwa 2-3 Stunden, bis er voll ist. Nur dieses Mal, da wollte der Wasserstand nicht so wirklich ansteigen. Hat ein wenig gedauert, bis ich das bemerkt habe. Und bei näherer Untersuchung fand ich dann die Ursache: Oben Wasser rein und unten Wasser raus. Es plätscherte fröhlich vor sich hin durch ein Loch im Boden. 

Was nun? Flicken oder nicht flicken? Wo ein Loch ist, da kommen bekanntlich noch mehrere nach. Der Pool hatte ja schon so einige Jahre hier gestanden und irgendwie fand ich den Anblick schon seit einer Weile nicht mehr so prickelnd… Darum entschied ich mich für: Das ist ein Zeichen. Der Pool kommt halt weg. Und damit ich mir das nicht noch einmal anders überlege, habe ich beherzt mit einem Kartonmesser einen riesigen Schnitt in die Unterseite gemacht. Sah schön aus, wie das Wasser in hohem Bogen aus dem Pool strömte. Den Garten hat es gefreut.

In solchen Situationen reagieren die Menschen sehr unterschiedlich. Eine Reaktion ist es Zeter und Mordio zu schreien. Das Schicksal zu verfluchen. Den ganzen Tag schlecht gelaunt zu sein, weil einem so etwas natürlich immer bei 32°C im Schatten passiert. Wieso jetzt? Wieso ich? Ja – so kann man sich den Tag auch versauen.

Oder man man sieht es einfach als eine Chance für was neues. Reißt das alte ab und denkt nicht weiter darüber nach. So bin ich. Ich sehe immer das Positive an der Sache. Und so habe ich mir an der Stelle nun eine schattige Oase geschaffen. Unter dem Pool war ja feiner Sand. Und ich liebe es meine nackten Füße darin zu vergraben. Zum Abkühlen habe ich eine Gardena-Gartendusche aufgestellt, die seit Jahren im Schuppen vor sich hinschmollte. Die brauchte ich auch bei der schweißtreibenden Schlepperei der schweren Steine für die Umrandung.

Und hier ist also mein neuer Lieblingsplatz:

 

Ich habe den unteren Rand vom Hängestuhl-Gestell zum Schluss sogar trotz der Hitze noch eingegraben. Was für ein Akt. Hat sich aber gelohnt, weil mich die Stolperfalle gestört hat.

Bienchen finden den Platz übrigens auch ziemlich toll. Sie liegt schon den ganzen Tag im kühlen Sand. Jetzt säe ich vorne noch Rasen, so dass die Lücke zuwächst und freue mich über mein neues und schattiges Plätzchen unter dem Baum.  

  
Hier der Krempel, den ich im Beitrag erwähnt habe und der bei mir so rumsteht:
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Ein Gedanke zu “Ich glaub, der Pool ist tot

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