Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Es gibt 2 Dinge, die ich im Garten richtig gerne mache: Rasen mähen und Hecke schneiden. Keine Ahnung warum. Meinen Rasen mähe ich regelmäßig und mit Hingabe, seit ich den tollen Spindelmäher habe. Mit der Hecke… ja, da sieht es leider ganz anders aus. Irgendwie fehlte mir immer das richtige Werkzeug. Früher habe ich sie gern manuell mit einer Schere geschnitten. Die war aber dann irgendwann stumpf, weil ich zu blöd für die Pflege solcher Geräte bin. Irgendwann habe ich es dann mit so einem Billig-Akkuteil versucht. Aber das war echt Mist. Das Teil blockierte schon beim kleinsten Zweiglein. Dann habe ich mir von einem Freund eine Elektro-Heckenschere geliehen. Die war aber auch doof. Zum einen viiiiiel zu schwer – zum anderen hat die auch nicht wirklich viel geschafft. War halt auch so ein Billigteil vom Aldi.

Nun wurde es echt mal wieder Zeit dem Gebüsch da vor dem Grundstück Einhalt zu gebieten. Die Hecke ist viel zu hoch geworden und musste dringend mal radikal zurück geschnitten werden. Sonst ist es bald ein Wald statt Hecke.

Also beschloss ich mir eine neue vernünftige Heckenschere zu kaufen. Beim Suchen danach stieß ich auf die Bosch AHS 52 LI Akku-Heckenschere. Naja – mit Akkumaschinen hatte ich ja schon so meine Erfahrungen…. aber das Teil hat erstaunlich viel super tolle Bewertungen. Also hab ich mir die mal durchgelesen – und das Teil dann gekauft.

Heute habe ich das Ding bekommen und sofort Akku ins Ladegerät und abgewartet. Scheinbar war der Akku vorgeladen, denn schon nach 30 Minuten war er voll. Akku rein – Maschine an – Staunen. Nanu, die ist ja leise… Nach viel Kraft hört sich dieses Schnurren aber nicht gerade an :roll:

Das ist das Schmuckstück:

20140517_heckenschere_bosch_P1090513

Außerdem ist das Teil total leicht. Nur gut 2kg schwer. Viel Power habe ich dem Ding beim ersten Blick nicht zugetraut. Skeptisch wanderte ich mit dem Teil zu Hecken und legte los. Und war total platt! Die schnippelt die Hecke, als wäre da nix! Und das bei einer Buchenhecke! 8O

Und völlig umgehauen hat mich dann das so hoch gelobte (zur Recht wie ich nu weiß) Antiblockiersystem. Jede andere Heckenschere verschluckt sich beim Ast erst mal und bleibt stehen. Die kleine Bosch aber nicht. Die säbelt den Ast einfach durch! Da möchte ich nicht meinen Finger rein bekommen… :razz:

Nunja – und genau darum, also damit man sich damit nicht einen Finger absäbelt, darum muss man 3 Hebel gleichzeitig drücken, damit sie läuft. Und das geht nur mit 2 Händen. Ist zwar ein bissel gewöhnungsbedürftig, aber das ist es mir wert.

Das Ding ist echt der Knaller und nu macht Heckeschneiden auch wieder richtig Spaß :!:

Dummerweise habe ich vor lauter „ich-will-das-Ding-ausprobieren“ kein Vorher-Foto gemacht. Ich lass echt nach… :oops:

Aber so sieht die Hecke nun aus.

20140517_hecke_P1090510

Hinten ist der Bauwagen verschwunden. Das war eigentlich auch mal Hecke – ist aber im Lauf der letzten Jahre irgendwie zu Bäumen geworden. Erst dachte ich, dass es eine gute Idee ist die Hecke da etwas höher werden zu lassen, damit man den Bauwagen nicht mehr so sieht. Leider ist mir erst ziemlich spät aufgefallen, dass ich sie ja gar nicht mehr beschneiden kann, wenn sie so hoch ist. Naja – und dann habe ich es einfach so wachsen lassen und nur noch den rechten Teil geschnitten.

Und so dick sind die Äste, die die Bosch Akkuschere einfach so mal durchsäbelt:

20140517_hecke_P1090498 2014_hecke_P1090491

9 Gedanken zu “Hecke schneiden 2.0

  1. Ich habe auch schon viele elektrische Heckenscheren ausprobiert und mich am Ende für eine von Bosch entschieden. Vor allem die geringe Lautstärke fand ich dabei wichtig, da ich in einem Wohngebiet wohne und die Hecke genau an die Terrasse meines Nachbarn grenzt. Mal abgesehen davon finde ich, dass die Bilder vom Haus und der Umgebung traumhaft aussehen. Ich lebe schon so lange im Wohngebiet, dass ich mir oft auch diese reine Natur um mich herum wünsche.

  2. Schöne Heckenschere hast du da – so eine ähnliche nutze ich auch um meine Sträucher im Garten zu schneiden. Manchmal denke ich mit einem Lachen daran zurück wie es war, als ich das alles noch vollkommen per Hand machen musste :lachtot:

  3. Schönes Teil! Würde ich mir auch holen, aber unsere Hecke ist leider so hoch gewachsen, dass man da mit herkömmlichen Geräten nicht mehr anrücken braucht. Man braucht immer eine Heckenschere mit Verlängerungsstab.

  4. Wir hatten im Waldgarten eine Feuerdorn-Hecke, der mit solch einer Heckenschere nicht beizukommen war, :wall: da brauchten wir eine Kettensäge. Das war schon immer sehr mühselig und bei uns eindeutig Männerarbeit, :| da sehr schwer.

    Liebe Grüße
    Sara

  5. Hallo, Heike, auch wir waren sehr verwundert, dass Sie im Mai die Hecke schneiden. Das geht nicht vor dem Johannistrieb, also nach dem 24.6. Und vor Ende Juli sind die jungen Vögel nicht flügge..
    Nun, Sie haben es begründet, Ihre Katzen sorgen für eine vogelfreie Zone. Es geht auch nicht um irgentwelche Gesetze. Wir könnten im Moment nichts schneiden, um uns herum sind trotz Katzen ganz viele Kinderstuben.
    Freundliche Grüße zum Abend.
    Helga

    1. Im Ort oder in der Siedlung ist das sicherlich anders. Da haben die Vögel nicht so viele Alternativen. Aber ich wohne ja im Wald. Hier ist rund herum jede Menge „Wildnis“, wo sie ihre Ruhe haben. Da verzichten sie gern auf meine Hecke voller Katzen. Welcher Vogel ist denn da auch schon so blöd und nistet ausgerechnet am „unruhigsten“ Platz im ganzen Wald? :irre:

      Ist aber nicht so, dass ich hier keine Vögel habe. Ein paar Amseln laufen jeden Abend über den Rasen und suchen da was weiß ich. Trotz Katzen. Und die Meisen fallen hier regelmäßig über die Futterstellen her. Die Vögel wissen scheinbar immer ganz genau, wo meine Katzen gerade rumstreunen. Für den Nestbau kommen sie auch vorbei und holen sich Bienchens Haare, die ich nach dem Scheren draußen aufhänge. Das finden besonders die Meisen richtig toll. Das habe ich hier mal fotografiert: http://dieimwaldlebt.de/gartenvogel/blaumeise.

      Nur nisten tun sie halt nicht in der Nähe. Sind halt schlau die Vöglein. :)

      1. Hallo, Heike, danke für die Antwort.
        Ich gehe jetzt zu den Hühnern mit Kieselgur in der Hand. Und heute abend freue ich mich auf Fleisch vom heißen Stein und Bier. Meine Sibylle sitzt auf dem Rasentraktor und mäht den giftigen Hahnenfuß auf der Pferdekoppel.
        Wir haben 30 Grad. Den Angestellten haben wir schon signalisiert, dass sie das Büro verlassen sollen, wenn es zu doll wird.
        Für heute sonnige Grüße in den Wald.
        Helga

  6. Hallo Frau Langenkamp,

    Ihnen ist schon bewusst, dass bei uns das Hecke schneiden von Februar bis September aus Gründen des Vogelschutzes verboten ist! So liebevoll Sie sich um Ihre Hühner kümmern, die heimische Vogelwelt scheint Ihnen nicht viel zu bedeuten.

    mike

    1. Mir sind alle Tiere wichtig. Gesetzliche Regelungen verbieten einem nicht das Denken. Bei mir laufen täglich 4 Katzen in der Hecke rum. In den letzten 10 Jahren war noch nie ein Vogel so dumm darin sein Nest zu bauen. Trotzdem habe ich sie natürlich vorher abgesucht. Die Hecke ist – da sie viel zu sehr ausgewachsen ist – sehr licht und somit einsehbar.

      Von Februar bis September stimmt nicht. Und dass Formschnitt verboten ist, dass stimmt ebenso nicht. Wenn schon Kritik, dann bitte nicht mit Halbwissen.

      Hier gibt es Infos dazu: http://niedersachsen.nabu.de/naturerleben/naturtipps/naturtipps/13925.html

      Zitat:

      Im seit 1. März 2010 gültigen Bundesnaturschutzgesetz heißt es in Paragraph 39: ‚Es ist verboten, Bäume, die außerhalb des Waldes, von Kurzumtriebsplantagen oder gärtnerisch genutzten Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen; zulässig sind schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen.‘

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