Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Seit einiger Zeit treffe ich mich regelmäßig mit ein paar Freundinnen aus meinem Dorf zu einem netten Spieleabend. Ich mag Spiele spielen. Schon als Kind hatte ich sehr viel Freude daran. Es gibt Menschen, die gerne spielen und Menschen, die das gar nicht mögen. Schon so manches Mal habe ich mich gefragt, was das über einen selbst wohl aussagt? Ich persönlich gehöre also zu denjenigen, die sehr gerne spielen. Ich spiele am Computer gerne mal alleine, aber noch lieber in Gesellschaft. Mal nur zu zweit – mal in einer Gruppe. Kommt auf die Gelegenheit und das Spiel an. Inzwischen habe ich dabei auch nicht mehr diesen Ehrgeiz unbedingt zu den Gewinnern zu gehören. Der Weg ist das Ziel und dabei sein alles. Natürlich verliere auch ich nicht gerne – aber es verdirbt mir nicht die Laune und ich werfe auch nicht wütend Sachen durch die Gegend wie so mancher anderer.

In diesem Beitrag geht es um die EXIT-Spiele der Firma Kosmos. Und um Gewinnen oder verlieren geht es im EXIT-Spiel so nicht. Es geht darum, gemeinsam einen Lösungweg zu finden. Kreativität ist gefragt. Und logisches Denken. Und die Lust, zusammen etwas zu schaffen.

Dieser Art von Spielen bin ich das erste Mal vor ein paar Jahren begegnet, als ich noch meinen Onlinehandel hatte. Plötzlich trudelten täglich Bestellungen für „EXIT – Die verlassene Hütte“ rein. Das hat mich neugierig gemacht. Was ist so toll an dem Spiel, dass scheinbar jeder es haben will?

Die EXIT-Spiele sind anders, als man es gewöhnlich von Spielen kennt. Man kann sie nämlich nur ein einziges Mal spielen. Nicht, weil man dann die Lösung schon kennt und somit der Spielspaß verloren geht. Nein – es ist nach dem Spielen einfach „kaputtgespielt“. Es werden Karten zerschnippelt, Seiten aus dem beiliegendem Heft ausgeschnitten, angemalt oder zurecht geknickt. Man nimmt manchmal die ganze Packung auseinander oder zerlegt Teile darin. Das ist es, was das Spiel ausmacht. Und hinterher – wenn man glücklich sein Ziel erreicht hat – hat man einen Haufen Schnipsel, mit denen keiner mehr etwas anfangen kann.

Die Spiele kommen immer mit einer kurzen Anleitung (die man nur beim ersten Mal braucht – bei weiteren Spielen weiß man dann, wie es geht), einem Heft mit der Geschichte, Karten, die man sich erarbeiten muss, einer Drehscheibe, auf der man Lösungszahlen einstellt, Karten, die einem im Notfall weiter helfen und Karten, die einem zeigen, ob man auf dem richtigen Lösungsweg ist. Immer geht es darum, aus einer Verzwickten Situation heraus zu kommen. Im Grunde genau so, wie die Exit-Räume, die es inzwischen in fast jeder Stadt gibt. Nur eben Zuhause. Mit Zetteln, Stift und Schere. Inzwischen habe ich schon einige davon gespielt und jedes ist anders. Immer wieder sind neue Ideen drin. Muss man wieder auf anderem Weg zu einer Lösung kommen. 

Ich bin immer wieder erstaunt, auf welche Ideen die Spieleentwickler kommen. Und wie „quer“ man manchmal denken muss. Das ist mir besonders aufgefallen, als ich mit meiner Schwester am Silvesterabend EXIT-Die Känguru-Eskapaden gespielt haben. Eigentlich hat mich bei diesem Spiel die Beschreibung anfangs gar nicht so angesprochen. Ich hatte es im Rewe entdeckt und weil ich diesen Teil noch nicht kannte und es im Angebot war, dachte ich: Nimmst es halt mit. Ich habe es zusammen mit EXIT-Die Geisterbahn des Schreckens. gekauft.

EXIT-Die Känguru-Eskapaden ist für Fortgeschrittene und wir hatten bei einigen Rätseln echt zu knabbern. Das ein oder andere Mal mussten wir auch die Lösungskarten zu Rate ziehen. Und haben uns dann anschließend geärgert, weil wir so dumm waren nicht selber drauf zu kommen. Manchmal kann man gar nicht so blöd denken… aber dann hatten wir einen riesigen Spaß. Ich will nicht zu viel verraten, denn dadurch könnte ich dem ein oder anderen ja den Spielspaß verderben. Aber nur so viel: Bei keinem anderen der Exit-Spiel haben wir so herzlich gelacht, wie bei diesem. Probiert es einfach mal aus. 

Am letzten Samstag habe ich wieder eines dieser Spiele gespielt. Diesmal EXIT-Die Geisterbahn des Schreckens. Inzwischen habe ich eigentlich immer eines der Spiele bei mir Zuhause liegen. Zum Glück kommen immer wieder neue auf den Markt. Ich hoffe, das bleibt so. Dieser Teil ist für Einsteiger und da meine Freundinnen noch keine Erfahrung mit EXIT-Spielen hatten, war das der richtige Einstieg. Wir haben etwas über zwei Stunden damit verbracht und hatten jede Menge Spaß dabei. Schlussendlich konnten wir uns mit vereinten Kräften aus der Geisterbahn befreien. Tolles Gefühl. Am Anfang hatten die beiden (die dritte Frau hatte an dem Abend keine Zeit) natürlich Hemmungen, als ich bereits auf der zweiten Seite beherzt zur Schere griff, um die Rätselkarte zu zerschneiden. Dies war für die Lösung des Rätsels auch erforderlich. Als ich mit diesen Spielen anfing, da dachte ich auch noch: Man kann ja das Heft kopieren – etwas vorsichtig mit umgehen – dann kann man es nochmal benutzen… Ein Spiel beim Spielen kaputt zu spielen – daran muss man sich erst gewöhnen. Schließlich hat es ja Geld gekostet… 

Aber von diesem Gedanken verabschiedet man sich schnell, wenn man merkt, wie viel Spaß das macht. Und sein wir mal ehrlich: Ein Kinobesuch ist auch nicht billiger und meist sogar noch schneller vorbei. Also probiert es einfach mal aus. Schneidet nach Herzenslust drin rum. Zerknickt die Karten, wenn nötig. Kritzelt die Seiten voll. Und habt Spaß dabei!  

Diese Spiele habe ich bereits gespielt – weitere werden garantiert folgen:
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