Der Blog aus dem Wald

:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :)

Es gibt so Sachen, um die schleicht man gedanklich eine Ewigkeit wie die berühmte Katze um den heißen Brei. Irgendwie hätte man so ein Teil schon gern… aber braucht man es wirklich? Hört es sich nur toll an – steht dann in der Praxis aber nur nutzlos herum? So ging es mir mit der Heißluftfritteuse. 

Nun ist in meiner Küche nicht wirklich viel Platz. Es gibt eine Regel: Wenn was neues einzieht, dann muss was anderes gehen. Es sei denn, das neue Teil passt auch so ohne Probleme in eine vorhandene Lücke. Aber das ist sehr unwahrscheinlich. Und so ein Aerofryer – wie man die Teile wohl in der Fachsprache nennt – der ist nicht gerade winzig. Außerdem braucht man so ein Gerät eigentlich auch nicht wirklich. Ging bisher ja auch ganz prima ohne. Trotzdem reizte mich das Teil. Meine Schwester hat schon seit einer Weile so eine Heißluftfritteuse und ist davon ziemlich begeistert. Sie hat ja auch mehr Platz. Ihre Küche ist zwar nicht größer als meine – aber bei ihr steht halt nicht so viel Krempel rum, wie bei mir. 

Ich liebe Pommes. Wer denn nicht? Und ich mache sie schon seit Ewigkeiten im Backofen. Bisher haben sie mir so zubereitet ja auch gut geschmeckt. Doch in letzter Zeit nicht mehr. Haben sich die Pommes geändert oder ich? Keine Ahnung. Also schaute ich bei Amazon wieder einmal nach einer Heißluftfritteuse. Und erwischte ausgerechnet den Tag, an dem das Objekt meiner Begierde im Angebot war. Der Preis lag 20€ unter dem normalen. Also statt sonst über Siebzig Euro nur noch dreiundfünfzig. Das nahm ich mal als ein Zeichen und schlug zu. 

Gestern ist sie angekommen. Meine kleine große Prinzessin. Genau gesagt: Die Princess XL Heißluftfritteuse 

Tja – und wer musste nun gehen? Ich mag es gar nicht sagen… aber es ist tatsächlich der Thermomix. Er ist nicht ganz gegangen. Er nahm den Platz der Eismaschine im Flur ein. Und die zog raus in den Bauwagen. Ob ich mich von ihr trenne, das weiß ich noch nicht. Mal abwarten. Auf jeden Fall bin ich mit der Lösung gerade sehr glücklich. 

Natürlich habe ich die Prinzessin sofort getestet. Mit Pommes aus der Truhe und ein paar Kroketten, Mozarellasticks und Käsebällchen. Hat geschmeckt – aber mich nicht umgehauen. Die Käsesticks sind ausgelaufen und der Käse war dann überall. Die Bällchen und die Kroketten waren super knusprig – die Pommes nicht wirklich. Ich muss echt noch üben. Ok – das war der erste „ich habe keine Geduld und leg einfach los“-Versuch.

Heute dann noch mal mit ein wenig Recherche, wie so ein Teil überhaupt funktioniert und mehr Ruhe. Da ich gerade richtig Lust auf Gemüse habe, machte ich mich an einen kleinen Auflauf. Die Durchsuchung aller Schränke brachte dann einen einzigen Minitopf zutage, der in das Teil reinpasst. Es ist ein kleiner beschichteter Topf, der bei mir in der untersten Schublade seit Jahren so vor sich hindümpelt, weil er nicht auf dem Induktionskochfeld funktioniert. Ich habe ihn wohl für diesen Moment aufgehoben. Der Plan war ein Zucchini-Möhren-Kartoffel-Auflauf mit Ei.

Zuerst habe ich Möhren und Kartoffeln klein geschnippelt, mit Chillie, Pfeffer, Salz und etwas Öl vermischt und in die Fritteuse gegeben. Die Zucchini mag ich nicht so matschig durchgegart. Darum erst einmal Möhren und Kartoffeln für 10 Minuten bei 200°C. Dann Zucchini klein geschnippelt, Porree fein geschnitten dazu und ein paar Sonnenblumenkerne mit rein.

Als die 10 Minuten um waren habe ich die Möhren und Kartoffeln zu dem anderen Kram gekippt. Mußte mich sehr beherrschen, die goldbraunen Kartoffeln nicht sofort so zu essen. Zu dem Ganzen habe ich noch noch eine handvoll in Vergessenheit geratene und daher etwas schrumpelige Mini-Tomaten getan und alles vermischt. Anschließend verrührtes Ei drüber und ab in die Fritteuse damit.

Ich habe wieder 20 Minuten bei 200°C eingestellt. Und das war genau richtig. So sah das Ergebnis aus. 

Und genau so lecker, wie es aussah, so lecker hat es auch geschmeckt. 

Nun ist eine Heißluftfritteuse ja eigentlich zum Frittieren gedacht. Obwohl es ja im Grunde nur ein Mini-Umluft-Backofen ist. Also musste ich das mit dem selbst gemachten Pommes auch dringend noch testen. Kartoffeln soll man – so habe ich im Internet gelesen – erst einmal 30 Minuten in Wasser einweichen, dann gut abtrocknen und dann erst in die Fritteuse packen… aber wer hat schon sooo viel Zeit und Geduld? Ich nicht. Also: Kartoffeln geschält, in Spalten geschnitten und rein damit. Und noch ein paar Möhren-Stifte dazu. Wenn man schon mal dabei ist… Beides habe ich vorher gewürzt (ein bissel großzügig) und mit einem Hauch von Öl vermischt. Man soll ja zwischendurch mal durchschütteln. Da ich „zwischendurch“ aber generell verpenne, habe ich einfach einmal 10 Minuten 200°C eingestellt – dann durchgeschüttelt – und dann nochmal 10 Minuten 200°C. Hier das Resultat:

Die Möhren waren eindeutig zu klein geschnitten und auch nicht wirklich knusprig. Da muss ich noch üben. Aaaaaaaber die Kartoffeln…. die waren der Knaller!

Mein erster Gedanke: Ich kaufe niiie wieder Pommes! Nienichnimmer! Sooo lecker. Und trotz nicht eingeweicht und so waren sie echt knusprig. Einfach perfekt.

So – hiermit sind meine Prinzessin und ich offiziell Freundinnen. Morgen gibt es Kohlrabi als Pommes. Oder Süßkartoffel. Oder beides. Mal schauen. Ich habe jetzt richtig Lust mit dem Teil zu experimentieren.

 

Hier gibt es die Princess XL 182020 Heißluftfritteuse

Update: Ich habe mich nun doch für die größere Schwester der Princess entschieden. Siehe: Prinzess XXL – Wenn Frau sich mal wieder nicht entscheiden kann

3 Gedanken zu “Endlich habe ich auch eine Heißluftfritteuse

  1. Ich bin sehr gespannt auf weitere Berichte. Wieviel l Fassungsvermögen hat diese Fritteuse? LG von Frau Boddenliebe

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