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Kategorie: Hühner-News

Wer legt wann… was passiert rund um die Hühner

Leise rieselt das Huhn

Sonne satt! Endlich bekomme ich so einen leichten Anflug von Frühlingsgefühl. Meine Hühner finden die Sonne auch klasse und nehmen in der offenen Voliere ein Staubbad. Also habe ich sie fotografiert. Erst hinterher habe ich auf dem Foto gesehen, dass Penelope vor sich hin rieselt:

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Da brauche ich mich auch nicht zu wundern, dass die Erde in dem Auslauf immer weniger wird… Und als ich den Hahn Henry beim Staubbaden fotografieren wollte, da legte Charlotta noch eine Showeinlage hin und flog mir ins Bild :)

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Rückblick auf 2012

Nun ist das neue Jahr da. Was ich mir davon wünsche? Auf jeden Fall endlich mal wieder einen Sommer. Im letzten Jahr hat mich dieser hier einfach ausgelassen. Regen ohne Ende. Anfang eines Jahres blicke ich gern mal zurück. Was war 2012? Meine Hühner waren herrlich unkompliziert. Ich hatte weder Milben, noch andere Katastrophen. Trotzdem musste ich mich von einigen meiner Hühner verabschieden. Durch Tierangriffe verloren habe ich meine kleine Gesa, ihre Schwester Kessie und Christina. Einfach tot umgefallen ist Anneliese im stolzen Alter von 8 Jahren. Sie lag morgens tot unter der Sitzstange, ist also wahrscheinlich im Schlaf gestorben. Nicht der schlechteste Tod. Und meine kleine Jette hat es auch nicht geschafft. Morgens noch munter und voller Lebenswillen lag sie am Nachmittag tot im Stall. Hahn Max, der ist ausgezogen und wohnt nun bei meiner älteren Schwester in der Nähe von Hildesheim. Nun habe ich also noch 8 Hennen und einen Hahn.

Meinen Katzen geht es gut. Bienchen auch. Bis auf eine Flohinvasion im Herbst hat sich in 2012 bei den Vierbeinern nicht viel ereignet. Außer, dass Merle mich inzwischen scheinbar auch endlich in ihr Herz geschlossen hat. Sie kommt jeden Abend zu mir ins Bett zum Schmusen. Wer mein Buch gelesen hat, der weiß, dass das nicht immer so war.

Achja: ein Buch habe ich veröffentlicht und im Fernsehen war ich auch. Komisch – das fällt mir als letztes ein, wenn ich an 2012 zurück denke. Seltsam. Und eine tolle neue Nachbarin habe ich bekommen, die mit ihren beiden Katzen das Holzhaus gegenüber gekauft hat. Ich bin hier also nicht mehr alleine im Wald. Es gibt Menschen, die sieht man und weiß: das passt. So geht es mir mit ihr. Nunja: wer freiwillig als Frau alleine hier in den Wald zieht, der kann ja auch nur jemand sein, der mir ähnlich ist. Wir sind nun also hier zwei Hexen auf dem Berg ;)

So – nun genug zurück geblickt. Neues Jahr – neues Glück. Mal schauen, was 2013 mir so bringt.

Jette geht es immer noch schlecht

Heute morgen ging es Jette noch schlechter als gestern. Sie frißt einfach zu wenig. Und sie hatte heute große Koordinationsprobleme. Das heißt: sie traf beim Fressen das Futter nicht, sondern pickte orientierungslos in der Gegend rum. Ich bin dann mir ihr zum Tierarzt gefahren und sie hat eine Vitamin- und Aufbauspritze bekommen. Ich kenne dieses rosa Zeug schon von anderen kranken Hühnern und nenne sie die „rosa Zauberspritze“. Meist wirkt sie sehr schnell und die Lebensgeister vom kranken Huhn kommen zurück. Der Hauptanteil ist wohl Vitamin B – habe wieder vergessen genauer zu fragen. Ich habe dann noch eine aufgezogene Spritze mitbekommen. Davon muss ich ihr nun täglich 0,5ml einflößen.

Eben habe ich wieder etwa eine halbe Stunde bei ihr verbracht und dabei immer das Futter dahin gehalten, wo sie rumpickte. Immerhin will sie fressen. Sie kämpft also. Das ist gut. Dann hat sie gute Chancen es zu packen. Bitte drückt mir alle freien Daumen.

Nachtrag: Nachdem sie nun etwas von der Powerquarkmischung und Rührei gefressen hat, habe ich ihr noch eine riesige Schale mit Körnerfutter gebracht. Zum einen kann sie so das Futter besser treffen – zum anderen hält das feste Futter besser über Nacht. Ich gehe nun alle halbe Stunde hin und fordere sie zum Fressen auf. Alleine döst sie mehr vor sich hin. Ich werde versuchen, dass sie bis zu Nacht so viel frißt, dass der Kropf einigermaßen voll ist. Morgen früh bekommt sie dann zur Stärkung wieder Weichfutter. Zum Beispiel rohes Eigelb. Da ist jede Menge Power drin. Und natürlich Bierhefe, Haferflocken und so weiter.

Hier ein kurzes Video von Jettes Versuch die Körner zu treffen. Meine tapfere kleine Kämpferin :)

Nachtrag: Leider hat es die kleine Jette doch nicht geschafft. Einen Tag später hat sie morgens noch gefressen und machte einen munteren Eindruck. Nachmittags lag sie tot im Stall. Lebwohl mein kleiner Sonnenschein…

Jette ist krank :(

fz200_20121226_145544__jette_krankSeit Tagen schon ist Jette irgendwie anders. Sie frißt wenig und wirkt matt und müde. Erst dachte ich, das es am blöden Wetter und der Mauser liegt. Da sind alle Hühner bei mir relativ lustlos. Gestern lief sie auch noch normal mit den anderen Hühnern im Auslauf rum. Aber heute morgen wollte sie dann nicht raus aus dem Stall.

Nun habe ich sie deswegen in den ehemaligen Wachtelstall gesetzt. Der Stall ist vor Marder und Co sicher und sie kann sich dort hoffentlich auskurieren. Ich habe ihr Rührei gebraten und Dorschlebertran drüber gegossen. Das hat sie auch gierig gefressen. Also scheinen ihre Lebensgeister noch wach zu sein. Trotzdem mache ich mir große Sorgen.

Sie ist sehr abgemagert und apathisch. Und wackelt merkwürdig mit dem Kopf hin und her. Das macht mir echt Sorgen. Jetzt mit der Wärmelampe ist sie ruhiger geworden und ich hoffe, sie rappelt sich wieder. Trotzdem:  Wenn es ihr morgen nicht entscheidend besser geht, dann fahre ich mir ihr zum Tierarzt.

Hier ein kurzes Video von Jette in ihrer Krankenstation:

Update: Ich habe ihr nun noch mal Kraftfutter gemixt. Darin ist 1 Teelöffel Almased (Eiweissdrink aus Soja, Joghurt und Honig), Bierhefeflocken, Oregano, getrocknete Miniscampis (hatte ich mal für Biene als Leckerlie gekauft), Quark, Lachsöl und Hafer-Schmelzflocken. Die Powermischung scheint ihr zu gefallen, denn sie hat sofort fleißig davon gefressen. Auch wenn es mit der Koordination noch nicht so ganz perfekt klappt… ich schöpfe Hoffnung.

Ja ist denn schon wieder Ostern???

Heute morgen bin ich in den Garten, um Liebstöckel zu holen. Was entdecke ich da im Pflanztopf? Eier! Sie sind entweder von Anneliese oder Gretel – also eindeutig Zwerghuhneier. Und ich wundere warum die ja so schlecht legen… tun sie gar nicht. Nur nicht dort, wo sie sollen. Möchte gar nicht darüber nachdenken, wo auf meinem Grundstück noch weitere heimliche Nester rumliegen.

Das habe ich nun davon, dass ich sie frei rumlaufen lasse. Undankbares Pack. :motz:

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Alle Jahre wieder: Mauserzeit

Bei meinen Hühnern ist es zurzeit sehr ruhig. Die meisten mausern gerade und sehen deswegen ziemlich seltsam aus. Gestern verlor mein Hahn Henry seine letzte Schwanzfeder. Das hält ihn aber nicht davon ab auch weiterhin den „Angeber-Man“ zu spielen. Soll er ruhig. Seinen Mädels scheint es zu imponieren.

Henry henry-der angeber

Einige der Hühner sind schon fast mit der Mauser durch. Barti zum Beispiel. Und Anneliese. Die sehen schon (fast) wieder normal aus.

barti und anneliese

Andere dagegen geben ein sehr armseliges Bild ab. Meine kleine Udine sieht richtig schrecklich aus. Die Schwanzfedern fehlen und die Flügel hängen schlaff herunter. Aber ich weiß ja: das ist nur vorübergehend.

udine huehner charlotta

Leider glucken auch schon wieder 3 meiner Hühner. Hört das denn in diesem Jahr gar nicht auf? Penelope ist diesmal auch dabei. Ihr erstes Mal bei mir. Sie ist ja bereits eine alte Dame – das hält sie aber nicht vom Brüten ab. Mit ihr brüten noch Gretel (meine Dauerglucke) und zum ersten Mal auch Felicia.

penelope felicia

Barti: Spontanmauser oder Angriff?

Gestern morgen komme ich in den Hühnerauslauf und bekomme einen Schreck: es liegen vor dem Hühnerstall haufenweise Federn rum! Der Farbe nach kommen sie von meiner kleinen Barti. Ich habe mich gleich auf die Suche gemacht und alle Hühner durchgezählt. Alle sind wohlauf – puh. Barti sieht ein wenig zerfleddert aus, aber ihr geht es gut. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist. Ist ein Tier im Auslauf gewesen? Wurde sie angegriffen? Oder kommt sie in die Mauser? Das halte ich für unwahrscheinlich, denn dann schmeißen Hühner ja nicht spontan so viele Federn von sich. Ich werde auf jeden Fall in den nächsten Tagen sehr wachsam sein.

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4 Glucken – NERV!

glucken_20120818_5567Meine Hühner meinen mal wieder, dass sie alle gleichzeitig glucken müssen. Derzeit sind es vier auf einmal!

Von oben nach unten:

Yette, meine kleine aus dem Schlupf im letzten Jahr, gluckt das erste Mal. Und gleich ziemlich hartnäckig. Sie ist die Tochter von Gretel aus dem mittleren Käfig

Gretel (braun) und Udine (Chabo): die beiden saßen heute morgen zusammen im Nest, also habe ich sie mangels vierten Käfig halt auch hier zusammen gepackt. Udine,  ist die Ziehmutter von Yette und Hahn Henry, Gretel die echte Mutti von den beiden. Also sozusagen eine Familien-Gluckerei

Lenie: Das ist die Tante von Yette und wird, wenn sie gluckig ist, zu einem monströsen Riesenhuhn. Dabei ist sie normal schon ziemlich groß. Sie umzusetzen ist nicht ganz ungefährlich für Finger und sonstiges.

Eigentlich müsste ich die mal in einen separaten Auslauf packen, wo sie sich gegenseitig den ganzen Tag anzicken können. Ich könnte sie dazu in die Wachtelvoliere packen. Aber da steht in zwischen ein Tisch, ein Fahrrad, ein Rasenmäher und sonstiger Kram drin… den ich dann erst raus räumen müsste. Und dazu bin ich grad irgendwie zu faul. Also packe ich sie morgens in die Käfige und abends lasse ich sie wieder in den Stall. Früher habe ich sie auch abends samt Käfig in den Stall gebracht. Aber seit Christina sich mal im Käfig eingeklemmt und dabei fast einen Zeh verloren hat – da traue ich mich das nicht mehr. So, wie die Käfige nun stehen, da kann so was nicht mehr passieren.

Max ist ausgezogen

Bis heute hatte ich zwei Hähne: Max und seinen Sohn Henry. Leider hat Henry seinen Vater schon vor ein paar Monaten vom Thron gestoßen. Dabei ist Henry nur halb so groß – hat aber ein Selbstbewusstsein für zwei. Die beiden haben sich zwar nicht ernsthaft bekämpft, aber so nach und nach verlor Max alle seine Hennen an Henry. Das hat mich sehr traurig gemacht. Der junge Hahn hat den alten immer mehr verdrängt. Inzwischen war es bereits so, dass sich Max abends nicht mehr in den Stall traute. Er saß jeden Abend alleine draußen. Ab und an saß noch mal eine der Hennen bei ihm – aber auch das wurde zur Seltenheit. Ich habe ihn dann immer im Dunkeln rein gebracht. Das ist für einen Hahn natürlich sehr frustrierend. Max ist so ein lieber – der hat einfach aufgegeben.

max

Heute waren meine beiden Schwestern zu Besuch. Meine ältere Schwester hält auch Hühner und ich fragte sie, ob sie nicht den Max nehmen mag. Und sie hat ja gesagt! Nun ist Max also ausgezogen und bekommt seine eigenen Hennen, für die er dann wieder der Held sein darf. Auch wenn ich den lieben Kerl sicher noch so manches Mal vermissen werde – ich freue mich, dass er nun wieder ein Aufgabe hat und sicherlich glücklicher sein wird.

Mikrogur gegen Milben

Leider habe ich in meinem Hühnerstall mal wieder Milben entdeckt. Zum einen ist das Wetter ja für Milben ideal (schön warm und feucht) – zum anderen bleibt so was bei Freilandhaltung leider nicht ganz aus. Bisher habe ich die Milben mit Kieselgur bekämpft. Das ist ein kristalines Pulver, dass die Milben aufschlitzt und austrocknet. Für Mensch und Hühner völlig ungefährlich. Aber alles was kreucht wird platt gemacht. Man kann dazu nicht irgendein Kieselgur aus dem Baumarkt nehmen, weil das nicht fein genug ist. Ich habe bisher das Kieselgur von Krausland verwendet. Das funktioniert auch prima – nur die Verteilung ist echt nervig. Das staubt wie verrückt und man muss dabei entweder die Luft anhalten oder eine Schutzmaske tragen. Faul wie ich bin habe ich natürlich immer ersteres gewählt.

Nun gibt es endlich eine Neuheit, auf die ich gewartet habe: Mikrogur! Das ist ein noch um vielfaches feineres Kieselgur. So fein, dass man es mit Wasser auflösen und einer Spritze versprühen kann. Zu kaufen gibt es das hier: http://www.milbenmeister.net/. Wer in der Nähe von Lüneburg wohnt, der kann es auch dort im Kiebitzmarkt kaufen.

Ich verteile es mit einem Gloria Drucksprühgerät. Das klappt prima und man kommt sich ein wenig wie ein Ghostbuster vor – macht richtig Spaß. Und einen netten Nebeneffekt hat es auch noch: der Stall wird schön hell dadurch! Mein Stall ist ja komplett aus Naturholz – also dunkel mit tausenden Ecken und Ritzen. Die feine Mischung verteilt sich durch den Drucksprüher perfekt und bleibt überall haften.

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Beim Vorher-Foto sieht man schon ein paar weiße Flecken. Dort ist die Mischung schon angetrocknet. Das Foto habe ich kurz nach dem Einsprühen gemacht. Auf den Hühnerfotos fehlen Penelope und Jette – die sitzen mal wieder auf der gegenüber liegenden Seite. Irgendwie schlafen die lieber dort. Alle meine anderen Hühner sind drauf. Derzeit habe ich 11 Hennen und 2 Hähne. Gesa und Kessie sind leider einem Greifvogel zum Opfer gefallen…

Hier gibt es von Wolfgang noch einen interessanten Artikel zum Thema Hühner und Milben:
Rote Vogelmilbe bei Hühnern – was hilft eigentlich?

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Update Mai 2014: Dieser Artikel ist nun fast 2 Jahre alt und ich möchte nun mal anfügen: ich habe seitdem keine Milben mehr im Stall gehabt!! Ich sprühe den Stall etwa 3mal im Jahr neu ein. Mein 2kg-Eimer Mikrogur ist immer noch nicht leer. Sicherlich haben die Hühner in den letzten 2 Jahren mal die ein oder andere Milbe eingeschleppt – nehme ich an. Aber davon hat keine überlebt.

Seit 2 Jahren milbenfrei – Juchheee :!:

Hier gibt es das Mikrogur:
milbenmeister

Rote Vogelmilbe bei Hühnern – was hilft eigentlich?

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