:) Ein WebLog aus einem Wald mit DSL-Anschluss :) [Startseite]

Archiv: Dezember 2018

Das Bullet Journal zum Ausmalen ist da

Ich plane mein Leben schon seit über einem Jahr mit Hilfe eines selbstgemalten Bullet Journals. Anfangs habe ich viel mit den Wochenübersichten experimentiert, sie mal quer, mal hochkant erstellt. Irgendwann habe ich dann die für mich perfekte Lösung gefunden und benutze diese Art der Wochenübersicht nun schon viele Monate. Ich zeichne diese immer für einen Monat vor. Und manchmal fängt der neue Monat an und ich habe gerade gar keine Lust dazu, den nächsten Monat zu zeichnen. Da dachte ich mir: Es wäre doch praktisch, wenn der schon gedruckt daher käme. Toll wäre, wenn diese auch gleich Motive zum Ausmalen hätte. So entstand die Idee zum Bullet Journal zum Ausmalen. Und hier ist er nun:

  

Das Bullet Journal zum Ausmalen (Amazon-Link)

Ich habe mir lange Gedanken gemacht, was für so einen Ausmalkalender sinnvoll ist. Ich hätte auch einen für das Jahr 2019 machen können. Aber das war mir zu unflexibel. Was ist denn, wenn jemand erst im März mit einem Kalender anfangen möchte? Oder wenn ich ihn 2020 auch wieder benutzen will? Darum ist der Kalender absolut flexibel gehalten. Man kann ihn in jedem Monat jedes Jahres anfangen. Egal wann – eben einfach jetzt. Wie das geht? Ganz einfach: In den Wochenübersichten sind zwar die Wochentage – also Montag bis Sonntag – vorgetragen, aber kein Tagesdatum. Das trägt man selber ein. Hier ein paar Beispiele, wie die Wochenübersichten aussehen:

Auch den Monat wählt man selber. Oben drüber ist eine Leiste mit allen Monaten – da markiert man einfach den aktuellen. Man kann ihn umkringeln, bunt markieren, die anderen durchstreichen, den aktuellen unterstreichen, die anderen mit Washi Tape zukleben… jeder so, wie er mag. Auch die Tageszahlen kann jeder eintragen, wie er möchte. Oben, unten, links oder rechts im jeweiligen Wochentag. In dem kleinen Kästchen auf der linken Seite trägt man die Tage des aktuellen Monats ein, so dass man auf jeder Doppelseite auch ein Monatsübersicht hat. So kann das dann ausgefüllt aussehen:

Oder eben so:

Natürlich kann es jeder so machen, wie er möchte. Vor den 53 Wochenübersichten sind 13 Monatsplaner – und davor 2 Jahresplaner.

  

Auch die habe ich so gestaltet, dass man sie für jedes Jahr und jeden Monat benutzen kann. Von den Jahresplanern gibt es zwei im Buch, so dass man einen davon für Geburtstage und den anderen für anderes benutzen kann. Bei den Monatsplanern habe ich erst überlegt „ToDo“ oder ähnliches hinein zu schreiben – mich dann aber doch dagegen entschieden. So kann jeder die Übersicht so nutzen, wie er möchte. Hier ein Beispiel:

 

Die Monatsfelder haben 6 Zeilen, weil man die maximal braucht pro Monat. Wie zum Beispiel im September 2019. Kann man so gestalten, wie in meinem Beispiel – oder auch ganz anders. Ich habe auf diesen Übersichtsseiten keine Ausmalmotive gemalt, damit möglichst viel Platz für die Eintragungen bleibt. Hinter den Wochenübersichten sind dann noch ein paar leerr Seiten mit Punkte-Raster für alles, was man sonst noch so niederschreiben möchte.

Auf Facebook habe ich zu dem  eine kleine Verlosung gestartet. Hier könnt ihr euch ein PDF mit ein paar Beispiel-Wochenübersichten herunter laden: Beispielseiten zum AusmalenUnter allen, die ein ausgemaltes Bild aus dem PDF in meiner Ausmalgruppe „Ich male in Heikes Ausmalbüchern“ posten, verlose ich dann ein Bullet Journal zum Ausmalen.

Noch ein paar  Fotos von ausgemalten Seiten:

 

Das Bullet Journal zum Ausmalen ist seit heute online zu bestellen. 

Mein Tipp: Die ausgemalten Seiten sollte man kurz mit Fixativ einsprühen. Ich benutze dieses hier: Fixativ. Ohne kann es passieren, dass sie auf der gegenüber liegenden Seite abfärben – was bei Buntstiften normal ist.

Matjes vegan oder Fisch ohne Fisch

Ich mag keine Tiere mehr essen. Mir ist der Appetit darauf vergangen. Irgendwie weiß ich gar nicht, wie es dazu gekommen ist – plötzlich konnte ich kein Fleisch und kein Fisch mehr kaufen. Auch keine Produkte aus toten Tieren. Mein Gewissen lässt es nicht mehr zu – ich würde mich schuldig fühlen am Leid, dass Menschen Tieren zufügen. Zum einen liegt es an den letzten Schlachthofskandalen, zum anderen an den vielen Dokus über die Intelligenz der Tiere allgemein. Egal – nun ist es so und ich muss damit leben.

Nun gibt es aber ein paar Gerichte, die mir immer sehr gut geschmeckt haben. Dazu gehört Brat- oder Pellkartoffeln mit Sahnehering. Geht nu ja auch nicht mehr. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Alternative gemacht und überraschend viele Rezepte im Netz entdeckt. Mit Auberginen als Fisch! 

Damit hatte ich nicht gerechnet. Fisch aus Aubergine??? Das soll schmecken??? 

Aubergine kam mir noch nie auf den Einkaufzettel. Aubergine ist eines von diesen Gemüsen, die ich noch nie gekauft habe. Wüsste nicht, wozu. Ich konnte mit diesen dunklen gummiartigen Knüppeln nichts anfangen. Aber für veganen Hering braucht man die scheinbar – also habe ich mutig meine erste Aubergine in den Einkaufswagen gelegt. Dazu Soja-Joghurt und Soja-Sahne. Für den Fischgeschmack braucht man Algen. Ich habe mich für Nori-Blätter von Ita-SAN entschieden, die ich über Amazon bestellt habe, da sie mir lokal im Supermarkt zu teuer waren.  

Einen Tag später hat sie mir der Postbote gebracht und ich habe sie neugierig ausgepackt. Meine ersten Algen, die ich je gekauft habe. Ich bin überrascht, wie toll die Blätter aussehen und wie lecker sie riechen. Nach Meer, nach Fisch, ohne dabei unangenehm fischig zu sein. Kann ich schlecht beschreiben. Riechen jedenfalls sehr angenehm. Ich habe dann ein paar Blätter – so 10 etwa – in meinem Mr. Magic-Mixer geschreddert und schwubs hatte ich ein Glas feinstes Algenpulver. Werde ich bestimmt noch öfter brauchen, denn vegane Fischstäbchen stehen auch noch auf meinen Experimente-Plan.


Nori-Blätter von Ita-SAN  (Link zu Amazon)

Nun aber zurück zum veganen Sahnehering. Als erstes habe ich die halbe Aubergine in Scheiben geschnitten, gesalzen und auf einen Teller zum Entwässern gelegt. Nach etwa 20 Minuten ist sehr viel Wasser ausgetreten. Ich habe die Scheiben dann mit Küchenpapier ordentlich abgetrocknet und die Scheiben in der Pfanne bei niedriger Hitze gegart. Später – als ich die fertige Mischung probiert habe – habe ich die zweite Hälfte auch gleich noch gemacht. Diesmal geschält, gesalzen und dann später in der Mikrowelle in 5 Minuten bei 750 Watt gegart. Das nächste Mal würde ich die Aubergine komplett schälen und komplett in der Mikrowelle garen. Und die Scheiben einen Tick dicker schneiden, damit sie nicht so leicht zerfallen.

Während die Aubergine also so vor sich hin entwässerte, da habe ich die Soße gemacht. Dazu habe ich Porree, Gewürzgurken, kleine Zwiebel und einen halben Apfel klein geschnippelt und in die Schüssel getan. Dazu einen großen Klecks Senf, Soya-Joghurt und Soja-Cuisine nach Gefühl. Dann noch ein bissel Pfeffer und Birkenzucker rein. Dill hatte ich nicht da – den habe ich einen Tag später dazu gegeben. Achja: Und natürlich das Nori-Pulver. Das wichtigste überhaupt, denn daher kommt der Fischgeschmack. Alles verrühren und fertig. Riecht schon mal lecker – schmeckt schon mal lecker.

Die Auberginenscheiben habe ich dann wie bereits erwähnt gegart. Die erste Hälfte in der Pfanne – die zweite dann in der Mikrowelle. Die erste Hälfte hatte ich längs aufgeschnitten, die zweite quer. Vom Ergebnis konnte ich keinen Unterschied feststellen. Das nächste Mal werde ich die ganze Aubergine in der Mikrowelle garen. Geht schneller und einfacher.  Anschließend habe ich die Scheiben in Stücke geschnitten und unter die Soße gerührt.

Fertig ist der vegane Sahnehering :mrgreen:

Dann ab damit in den Kühlschrank und durchziehen lassen. War zum Essen eh schon zu spät, da ich erst Abends damit angefangen hatte. 

Am nächsten Morgen habe ich gespannt etwas davon auf mein Brot gepackt und probiert.

Boooaaah – datt jibbet es doch gar nicht! :!:Schmeckt ja echt wie Fisch! Sieht auch so aus. Und einfach total lecker!!! :klimper:

Das hatte ich echt nicht erwartet. Also, dass das sooo „echt“ schmeckt. Schnell mal einen Pott Kartoffeln aufgesetzt und so gab es dann Pellkartoffeln mit Fisch ohne Fisch. Und wie man am leeren Teller sieht: Es hat geschmeckt! Ich war pappsatt und glücklich. Das nächste Mal werde ich mit dem Nori-Pulver mutiger sein, mehr Dill reinmachen und meeeeehr Soße, denn ich liebe Soße. Und wie gesagt die Aubergine dicker schneiden. Obwohl man die auch glatt hätte weglassen könne, da die Soße eh das leckerste daran ist.

 

 

Blog aus dem Wald by Wordpress 4.7.12
114 queries. 0,388 seconds.